Viele Schattenseiten des heutigen Internets lassen sich in zwei Worten bündeln:
Big Tech. Gemeint ist, dass riesige Teile unseres Onlinelebens bei einer Handvoll Konzerne liegen, die ihre Branchen dominieren: Meta in sozialen Medien, Google bei Video und Suche, Amazon beim Onlineshopping.
Das Problem dieser Dominanz: Sie führt zu dem, was Autor Cory Doctorow in seinem gleichnamigen Buch „Enshitti-fication" nennt. Gemeint ist, dass Produkte und Dienste absichtlich verschlechtert werden, damit Nutzende für profitablere Varianten zahlen. Deshalb ist das kostenlose Youtube heute so wer-beverstopft, dass es kaum benutzbar ist, deshalb füllt Facebook den Feed mit maschinellem Schrott fremder Konten und drosselt eigene Beiträge und deshalb auch ist die Google-Suche so stark verkommen. Und deshalb verlangt auch der Streamingdienst immer mehr Geld, um Werbung zu entfernen, für deren Abwesenheit man längst bezahlt hat.
Natürlich ist auch Apple ein Big-Tech-Konzern und über Kritik nicht erhaben.
Doch aktuell verschlechtert Apple seine Produkte nicht mit Absicht. Beispiel Streaming: Wer Apple TV abonniert, zahlt nichts extra für Werbefreiheit, Raumklang, HDR und beste Auflösung.
Das ist im Streaming inzwischen selten.
Weil andere Medienkonzerne fusionieren und zukaufen, schrumpft der Wettbewerb weiter. Weniger Wettbewerb bedeutet weniger Auswahl und ein höheres Risiko, dass Abonnenten nicht als geschätzte Kundschaft gelten, sondern als Gefangene: Melkkühe, die man bis zum Umfallen melkt.