Du kommst mit beiden Händen voll Einkaufstaschen nach Hause, es regnet, und irgendwo in deiner Jackentasche wartet ein kleines Stück Metall darauf, dass du es findest. Wer kennt das nicht. Smarte Türschlösser versprechen genau hier die Lösung – Tür auf per Smartphone, NFC, PIN oder einfach weil du nahe genug dran bist. Klingt simpel. Ist es auch. Bis du anfängst, die Fragen zu stellen, die wirklich zählen: Darf ich das überhaupt einbauen, wenn ich zur Miete wohne? Wer hat eigentlich Zugriff auf meine Zutrittshistorie? Funktioniert das Schloss nativ in Apple Home, oder brauche ich erst eine Bastellösung wie HomeBridge? Und was passiert mit meiner Haustür, wenn der Hersteller seinen Cloud-Dienst einstellt?
Funkstandards sind das unsichtbare Nervensystem deines Smart Homes. Sie entscheiden darüber, wie zuverlässig deine Lampen, Sensoren, Heizkörperthermostate, Türschlösser, Kameras und Sprachassistenten miteinander kommunizieren und ob dein Setup stabil, erweiterbar und zukunftssicher bleibt. Gleichzeitig ist die Vielfalt an Technologien enorm: WLAN, Zigbee, Z‑Wave, Thread, Matter, DECT‑ULE, EnOcean und zunehmend auch NFC und UWB.
In diesem Artikel bekommst du eine praxisnahe und technisch fundierte Übersicht über alle wichtigen Smart‑Home‑Funkstandards und ihre Frequenzen. Du erfährst, wie sich 2,4 GHz, 5 GHz, 6 GHz, 868 MHz, 1,9 GHz, 13,56 MHz (NFC) und die UWB‑Bereiche unterscheiden und welche Standards sich für welche Einsatzzwecke im Haus wirklich lohnen.