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iOS 26.5: RCS oder „Wie ich lernte, Android-Nutzer nicht mehr zu hassen“

  • Andy
  • 11. Mai 2026 um 19:44
  • 137 Mal gelesen
  • 21 Antworten
Man könnte fast meinen, in Cupertino weht ein Hauch von Glasnost. Apple hat das digitale Füllhorn ausgeschüttet und beglückt uns mit der Version 26.5 für so ziemlich alles, was einen Akku oder einen Netzstecker besitzt. Während das Marketing-Team sicher bereits die Adjektive „revolutionär“ und „magisch“ poliert, blicken wir nüchtern auf das, was uns hier als Fortschritt serviert wird.
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. iOS 26.5: RCS oder „Wie ich lernte, Android-Nutzer nicht mehr zu hassen“
  2. iPadOS & macOS: Stillstand auf hohem Niveau
  3. watchOS & die restliche Entourage: Bunt statt revolutionär
  4. Fazit: Ein Update für das Gewissen

iOS 26.5: RCS oder „Wie ich lernte, Android-Nutzer nicht mehr zu hassen“

Das unbestrittene Prunkstück dieser Veröffentlichungswelle ist die Integration der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) für RCS-Nachrichten.

Wir erinnern uns: Es dauerte nur gefühlte Lichtjahre und den sanften Druck internationaler Regulierungsbehörden, bis Apple sich herabließ, mit dem „Pöbel“ jenseits des iMessage-Gartenzauns sicher zu kommunizieren.

  • Das Schloss-Symbol: Ein kleines Icon in der Nachrichten-App signalisiert nun, dass Ihre Texte an den Cousin mit dem Pixel-Phone nicht mehr wie eine Postkarte im Wind flattern. Ein rasanter Fortschritt – wenn man bedenkt, dass wir das Jahr 2026 schreiben.
  • Der Haken: Natürlich wäre es nicht Apple, wenn es nicht eine Einschränkung gäbe. Die Funktion ist als Beta deklariert und hängt vom Wohlwollen eures Mobilfunkanbieters ab. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Neben diesem friedensstiftenden Akt zwischen Blau und Grün gibt es Live Activities für Drittanbieter-Zubehör in Europa – eine charmante Geste in Richtung EU – und eine neue App-Store-Abrechnungsoption. Letztere bietet monatliche Zahlungen bei 12-monatiger Bindung an. Oder wie man es bei uns nennt: Ein klassisches Abonnement mit der Flexibilität einer Betonwand.

iPadOS & macOS: Stillstand auf hohem Niveau

Während iOS zumindest versucht, Relevanz vorzugaukeln, üben sich iPadOS 26.5 und macOS 26.5 in vornehmer Zurückhaltung.

  • iPadOS: Es schwimmt im Kielwasser des kleinen Bruders iOS mit, ohne auch nur eine einzige iPads-spezifische Neuerung vorzuweisen. Man könnte fast vergessen, dass das iPad Pro mittlerweile mehr Rechenpower hat als ein NASA-Rechner der 90er, nur um weiterhin dieselben Release Notes wie ein Telefon zu teilen.
  • macOS: Hier wird „Wartung“ großgeschrieben. Stabilität und Sicherheit sind natürlich die Grundpfeiler eines jeden Betriebssystems, aber unter uns: Es ist der digitale Äquivalent zum jährlichen Ölwechsel. Notwendig, aber niemand lädt deshalb zur Party ein.

watchOS & die restliche Entourage: Bunt statt revolutionär

Für das Handgelenk gibt es das „Pride Luminance“-Zifferblatt. Es ist zweifellos ästhetisch ansprechend und bietet „Dutzende Anpassungsoptionen“. Es ist schön zu sehen, dass die Prioritäten bei Apple klar verteilt sind: Wenn die Software-Innovation stagniert, hilft immerhin ein neues Farbschema über den Mangel an echten Features hinweg.

tvOS, HomePod und visionOS werden derweil mit dem Standard-Satz „Performance and stability improvements“ abgespeist. Das ist die höfliche Umschreibung für „Wir haben ein paar Bugs versteckt und hoffen, dass ihr bis zur WWDC im Juni die Füße stillhaltet“.

Fazit: Ein Update für das Gewissen

Apple liefert mit Version 26.5 ein solides Paket ab, das vor allem eine Botschaft sendet: Wir können auch mit anderen (wenn man uns zwingt). Die RCS-Verschlüsselung ist ein überfälliger Sieg für die Nutzersicherheit und beendet das Trauerspiel der unsicheren Inter-Plattform-Kommunikation – zumindest in der Beta-Phase.

Empfehlung: Installiert die Updates. Nicht, weil es euer Leben grundlegend verändern wird, sondern weil ein sicherer Chat mit Android-Nutzern das einzige ist, was uns in dieser fragmentierten Tech-Welt noch zusammenhält. Und wer weiß, vielleicht entdeckt Apple 2027 ja sogar die echte Multitasking-Freiheit für das iPad. Man wird ja noch träumen dürfen.

Quellen:
  • 9to5mac
    https://9to5mac.com/2026/05/11/ios…olling-out-now/
    https://9to5mac.com/2026/05/11/wat…eres-whats-new/
    https://9to5mac.com/2026/05/11/app…-visionos-26-5/
    https://9to5mac.com/2026/05/11/mac…everything-new/
    https://9to5mac.com/2026/05/11/app…or-your-iphone/
    https://9to5mac.com/2026/05/11/ipa…eres-whats-new/
  • MacRumors
    https://www.macrumors.com/2026/05/11/app…eases-ios-26-5/

Titelbild mit Hilfe von KI erstellt.

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Diskutiere mit uns im Forum! 21 Antworten, zuletzt: 15. Mai 2026 um 10:28

Über den Autor

Ich habe generation i mit ins Leben gerufen, um Technik mit Verstand zu begleiten.

Apple-Fan? Definitiv. Aber immer mit dem kritischen Blick eines Gründers, dem Substanz wichtiger ist als jeder Hype.
Ich sorge für den richtigen Rhythmus zwischen Innovation und echtem Nutzen.

Andy Team

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Antworten 21

BenSisko
11. Mai 2026 um 22:12

ein Hauch von Glasnost

Ganz großes Kino, danke Andy 😂

Dafür reichte der doppelte Emoticon nicht, da musste ein lachender Dankes-Post her 😉

Andy
11. Mai 2026 um 23:35

Das mit der E2E-Verschlüsselung bei RCS scheint aber noch immer nicht bei allen zu funktionieren…

Wohl nicht umsonst noch Beta-Status.

Dan
12. Mai 2026 um 07:04

Ja, es stand, dass es in Wellen ausgerollt wird. Hatte ich hier im Satz erwähnt 😊

Artikel

Apple bringt verschlüsselte RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android

Apple schliesst eine der letzten grossen Lücken zwischen iPhone und Android. Mit iOS 26.5 startet erstmals die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen beiden Plattformen. Damit werden normale Nachrichten deutlich moderner und vor allem sicherer.
Dan
11. Mai 2026 um 19:41

Onliner
12. Mai 2026 um 08:53

….serverseitig…. 😉

access
12. Mai 2026 um 08:55

Immer dieses rumgeeiere von Apple. Facetime sollte einst auch offen werden, ist es aber bis heute nicht.

Dan
12. Mai 2026 um 09:03

Wie sieht es denn, da solltest Du ja mehr wissen, bei Android aus? Ist das direkt nun auf allen Geräten E2E bei RCS?

access
12. Mai 2026 um 09:16

Seit Mitte 2019 läuft das über Goggle Messages. Eigentlich wurde das schon mit Android 5 unterstützt, aber das haben die wenigsten Provider mitgemacht, weil man konnte damit ja kein Geld verdienen.

Dennoch nutzen die meisten immer noch WhatsApp, weil man jetzt einfach nicht wechselt...

Dan
12. Mai 2026 um 09:32

Ich meine E2E. Das gibt es da seit Mitte 2019 im RCS?

Meine Info war eher (war mir aber nicht sicher)

Google hatte bereits ab 2020 eine eigene E2E Verschlüsselung in Google Messages integriert. Das war jedoch keine offizielle standardisierte RCS-Verschlüsselung der GSMA, sondern eine proprietäre Google-Lösung (genau so, wie FaceTime verschlüsselt proprietär ist) auf Basis des Signal Protocols. Deshalb funktionierte sie nur innerhalb von Google Messages zwischen kompatiblen Android-Geräten.

Die offizielle standardisierte E2E-Verschlüsselung für RCS kommt jetzt erst mit dem neuen GSMA Universal Profile 3.0. Damit wird Ende zu Ende Verschlüsselung erstmals Teil des offenen RCS-Standards und soll künftig plattformübergreifend funktionieren, also z. B. auch zwischen Android und iPhone. Die standardisierte GSMA-Lösung kommt erst jetzt.

Andy
12. Mai 2026 um 09:40

Zwischen Android ging es wohl - wegen Google - schon länger. So wie eben auch Apples „SMS-Lösung“ iMessage.

Da Apple sich aber auch am Standard beteiligt hatte - und das auch als Bedingung für RCS-Unterstützung nannte - arbeiten beide am E2E-Standard.

An wem es hakt? Man weiß es wohl nicht.

access
12. Mai 2026 um 10:54

Ich muss ehrlich sagen das ich den genauen Zeitpunkt nicht kenne. Mein Umfeld ist gemischt und somit nutzen alles WahtsApp und niemand stellt das um. Die geschäftliche Chatgruppe nutzt Signal.

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