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Apple Card bekommt offiziell neuen Partner

  • Stephan
  • 9. Januar 2026 um 09:41
  • 126 Mal gelesen
  • 4 Antworten
Was sich länger hartnäckig als Gerücht gehalten hat wird nun offiziell bestätigt: Die Apple Card wird künftig von JPMorgan Chase getragen.

Nach über einem Jahr Verhandlungen hat Apple eine Entscheidung über die Zukunft seiner Kreditkarte getroffen. Wie das Unternehmen mitteilte, wird JPMorgan Chase die Kreditkarte von Goldman Sachs übernehmen.

Über diese Partnerschaft wurde in den letzten Monaten viel spekuliert, nun hat Apple den Deal offiziell gemacht. Goldman Sachs, der bisherige Herausgeber, möchte sich seit einiger Zeit von dem Projekt trennen und gewährt dafür einen bereits erwarteten ungewöhnlich hohen Rabatt. Für Goldman Sachs scheint dies eher ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende zu sein.

Änderungen an der Apple Card durch die Übernahme

Wie wir bereits ausführlich berichteten, wird JPMorgan Chase die Apple Card-Geschäfte von Goldman Sachs vollständig übernehmen. Der gewährte Rabatt beläuft sich nach Medienberichten auf 1 Millarde US-Dollar, was angesichts der offenen Forderungen von 20 Milliarden US-Dollar nicht unerheblich ist.

Darüber hinaus wird JPMorgan Chase wider Erwarten ein neues Apple-Sparkonto einführen. Bestehende Sparkonten werden dabei nicht automatisch übernommen. Kundinnen und Kunden haben die Möglichkeit, entweder zu einem neuen Anbieter zu wechseln oder ihr Konto in ein gewöhnliches Konto bei JPMorgan Chase umzuwandeln. Am Netzwerk ändert sich jedoch nichts: Die Apple Card bleibt auch unter dem neuen Herausgeber eine Mastercard.

Der Wechsel braucht etwas Zeit

Der Wechsel wird voraussichtlich innerhalb der nächsten 24 Monate abgeschlossen sein. Wie sich der neue Herausgeber auf die Chancen einer Expansion der Apple Card, beispielsweise nach Deutschland, auswirken wird, ist derzeit unklar. Es gab im Vorfeld Berichte über andere Banken, denen eine Ausweitung des Geschäfts zugetraut wurde.

Quelle: it-finanzmagazin.de

Hinweis: Allfällige Bilder in den News wurden urheberrechtsfrei durch KI erstellt.

Diskutiere mit uns im Forum! 4 Antworten, zuletzt: 9. Januar 2026 um 12:09
  • Apple
  • Apple Card
  • JPMorgan Chase

Über den/die Autor*in

Apple Nerd seit 2006 und Tech-Enthusiast

Theaterschauspieler, Fotograf, Filmmaker - Verschlingt hochstehende Literatur und Philosophie, denkt über den Tellerrand

Hier ein Schreiberling dem es Spass macht, über die neuesten News zu recherchieren und zu berichten.

Stephan Team

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Antworten 4

Dan
9. Januar 2026 um 10:06

Ich bin sehr gespannt. JPMorgan ist ja auch in Europa aktiv. Ich transferiere z.B. über JPMorgan Zürich häufig Geld.

Die Apple Card sehe ich aber noch nicht so wirklich hier. Ich beschäftige mich viel mit Kontenmodellen und KKs und wer eine moderne Neobank hat, da braucht es dann schon viel, um eine Apple Card attraktiv zu finden.

Bei mir sind es wichtige Dinge, neben den ganzen Versicherungen, die mir eine KK bieten muss. Das habe ich in bunq Elite gefunden.

- 5 minütiger Wechsel des CVC

- Geofencing zum Karteneinsatz

- echte Credit Card vs. Debit

- 25 Unterkonten, alle mit IBAN, Sparzielen, automatisches Budgeting.

- Unterkonten in verschiedenen Währungen, alle mit IBAN (CHF, $, Pfund, usw.)


Aber als „nur Kartenzahler“ habe ich Geofence und wechselnden CVC zu schätzen gelernt. Ich hatte vorher (N26 Metal) 2-3 mal pro Jahr einen Kartenmissbrauch (oft aus den USA abgegriffen, aber auch schon in Indien). Das gibt es seither nicht mehr.

Da müsste die Apple Card schon einen sehr großen, lohnenden Mehrwert bieten, um sie, zumindest mir, attraktiv zu machen.

Mure77
9. Januar 2026 um 10:40

Sie bieten dort einiges, was man für den monatlichen Preis auch erwarten kann. Ich habe zu viele Dinge zu erledigen als dass ich mich in der Form mit dem Verschieben von Geld auf Konto XY beschäftigen kann, dafür macht mir es auch zu viel Spaß die Dinge immer alle im Kopf zu haben.

Die Apple Card wirkt in erster Linie wie eine Premium Klarna Card. Premium vom Service, der Erreichbarkeit und dem ganzen Ablauf ist immer noch American Express. Haben aktuell die grüne Karte, kostet nichts pro Monat und wir holen im Jahr rund 300 Euro über die Memberchip Points raus, damit finanzieren wir die Barclay Platinum Card, welche dadurch auch kostenlos ist und haben weitere 200 Euro übrig.

Dan
9. Januar 2026 um 11:36

Wir haben (jeder für sich) das 7-Konten-Modell (etwas individualisiert) von Andreas Brell.

Zitat

7-Konten Modell

Das Prinzip ist erklärt. Die Konten werden je nach Konsumverhalten weiter aufgesplittet. Darum machen wir nun einen großen Sprung und zeigen, wie laut dem Erfinder des Modells Andreas Brell ein 7-Konten Modell aussehen könnte, wobei die genaue Benennung des Kontos natürlich individuell festgelegt werden kann.

  1. Mein Leben: das Konto des täglichen Lebens, d.h. für Miete, Lebensmittel, Versicherungen, die Fixkosten eben
  2. Mein Safe: das ist das Investment Konto und die Empfehlung lautet, ca. 5 % des Budgets dafür aufzuwenden
  3. Mein Cash: das Konto für den Notgroschen, die drei bis vier empfohlenen Monatsgehälter
  4. Für mich: das Spaßkonto für die Freizeitgestaltung und diverse Hobbys
  5. Für Wissen: auch Fortbildungen kosten Geld und wollen bezahlt werden, das Geld dafür landet hier
  6. Für Andere: das Konto für Spenden und finanzielle Zuwendungen für unsere Liebsten
  7. Für Wünsche: hier wird Geld angespart für Zukünftiges, für Dinge, die man sich einmal leisten will, aber nicht problemlos aus dem finanziellen Ärmel schütteln kann

Umso genauer man seine Finanzen unterteilt, desto besser ist der Überblick und verhindert so ein kostspieliges Überziehen des Kontos. Natürlich können die Konten auch individuell benannt werden, so, dass es zum eigenen Lebensstil passt.

Ich bin nur gespannt, weil es hier ja um das KK Thema geht, nicht um Kontenmodelle, welche Features die Apple KK haben wird, sofern sie denn nach Europa kommen sollte.

Holger
9. Januar 2026 um 12:09

Ich rechne ehrlich gesagt nicht damit, dass die Apple Card jemals nach Deutschland kommt.

Warum hat Apple sie überhaupt eingeführt? Im Heimatmarkt USA ist das kontaktlose Bezahlen immer noch ein Flickenteppich. Viele Terminals dort sind veraltet, „Tap to Pay“ funktioniert oft nicht. Genau dafür ist die physische Titan-Karte gedacht: Als Fallback. Als Brückentechnologie für ein Land, dessen Bankeninfrastruktur stellenweise noch in den Neunzigern festhängt. Und genau mit dieser Begründung wurde sie einst auch vorgestellt - na, gut: Ohne den Seitenhieb auf die Infrastruktur natürlich ;)

Die Karte ist also eigentlich nur der Ersatzspieler, wenn der Star (Apple Pay) nicht auflaufen kann.

Hier bei uns in Deutschland ist die Akzeptanz von kontaktlosem Zahlen mittlerweile so groß, dass eine physische Karte fast schon anachronistisch wirkt. Die Leute zahlen mit ihren Smartphones und Watches. Oder mit Bezahlring/Armband. Warum sollte Apple eine teure Titan-Platte auf einen Markt bringen, der das Problem gar nicht hat, das diese Karte löst?

Hinzu kommt: In den USA zwacken Banken bei jeder Transaktion bis zu 3 Prozent vom Händler ab. Davon finanziert Apple das Cashback. Hier in der EU hat der Gesetzgeber den Riegel vorgeschoben: Bei 0,3 Prozent ist Schluss. Das Geschäftsmodell, mit dem Apple in Amerika Kunden ködert, funktioniert hier schlicht rechnerisch nicht. Es fehlt die Marge.

Da warten viele IMHO vergebens.

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