Tech Friday - KNX trifft Matter: Was steckt wirklich hinter den Smart-Home-Standards

  • Mia hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Mia
    20. März 2026 um 09:41

    Zitat
    Zwei Standards, ein Versprechen – und ganz unterschiedliche Realitäten.
    KNX ist seit den 1990er-Jahren der De-facto-Standard für professionelle Gebäudeautomation. Matter wurde 2022 als grosse Vereinheitlichung für das Consumer-Smart-Home gestartet. Beide sollen Geräte miteinander reden lassen, beide funktionieren lokal ohne Cloud – und trotzdem liegen sie technisch, konzeptionell und preislich Welten auseinander.
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    ⚠️ elektrotechnische Arbeiten ⚠️

    ⚠️ Gemäß den geltenden Vorschriften (🇩🇪DE: NAV § 13 / DGUV V3; 🇨🇭CH: NIV; 🇦🇹AT: ETG / ÖVE/ÖNORM E 8101) dürfen Arbeiten an Niederspannungsinstallationen (bis 1000V AC) grundsätzlich nur durch konzessionierte Fachbetriebe oder autorisierte Fachkräfte ausgeführt werden.

    Eigenmächtige Änderungen an der Hausinstallation können den Versicherungsschutz gefährden und müssen vor Inbetriebnahme durch eine qualifizierte Fachkraft (z.B. Elektro-Sicherheitsberater oder Meister) geprüft und dokumentiert werden. Die Nichtbeachtung kann zu lebensgefährlichen Stromschlägen, Brandgefahr und hohen Haftungsrisiken führen! ⚠️

  • Hab mich anno 2014 gegen KNX und für HomeMatic (später HomeMatic IP) entschieden und das nie bereut. Selbst heute noch mag ich HomeMatic, auch wenn es teilweise wie aus der EDV-Steinzeit wirkt. Aber es lässt sich sehr viel damit realisieren. Ob per Funk oder Kabel. Viele der HomeMatic-Aktoren und -Sensoren laufen seit über 10 Jahren ohne Probleme. Aber es gibt auch Gegenbeispiele von defekten Kondensatoren (das berühmte C26-Problem) und plötzlich stromfressenden Platinen (z.B. bei den HM- und HMIP-Wetterstationen).

    Es geht also auch ohne KNX und Matter. ;)

  • Danke für den Artikel.

    Ich denke Die Kombination aus KNX + Home Assistant + Matter Bridge ist derzeit die beste Lösung, weil sie Stabilität, Flexibilität und Zukunftssicherheit optimal vereint. KNX bildet als kabelgebundene, dezentrale Infrastruktur die zuverlässige Basis für alle wichtigen Funktionen im Haus.

    Home Assistant ergänzt diese um eine leistungsstarke Logik- und Integrationsschicht für individuelle Automationen und maximale Freiheit ohne Herstellerbindung.

    Die Matter Bridge sorgt zusätzlich dafür, dass moderne Geräte und Ökosysteme nahtlos eingebunden werden können. So entsteht ein System, das robust im Kern, intelligent in der Steuerung und offen für die Zukunft ist.

  • Hey Mia, jetzt hast du mich aufgeweckt :huh: 8o

    Ein schöner Artikel :thumbup:

    Ein paar Fehlerchen habe ich dennoch gefunden 8) und ein paar Anmerkung...8|

    Zitat

    KNX ist weder ein Funkstandard noch ein einfaches Protokoll. Es handelt sich um ein komplettes Gebäudeautomationssystem, das nach ISO/IEC 14543 und EN 50090 standardisiert ist. Es verfügt über ein eigenes Kommunikationsprotokoll, ein Geräteökosystem, eine Installationsarchitektur und Konfigurationssoftware.

    KNX ist ein Gebäudesteuerungsstandart, welcher die Kommunikation über Kabel (TP), Funk (RF) und IP beinhaltet. Ein System wäre etwas wie es in der IoT Smart Home Welt üblich ist - Hue, Bosch, Aqara, ...

    Nebenbei ist der KNX Standard Open Source.

    Zitat
    LebensdauerInfrastruktur 20–30 Jahre (IP-Komponenten eher 10–15 Jahre)

    Die Infrastruktur, also die Kabel, ist die selben wie bei konventioneller Elektrik. Abgesehen davon das idR 5 oder 7adrig NYM-J statt 3 adrig NYM-J verwendet werden , ändert das nichts an deren Lebensdauer von ggf. deutlich über 40 Jahre. Was Die Elektronik angeht (Sensorik, Aktorik) wird man wohl nach 15-20 Jahre hier und da was austauschen müssen - so wie es mit sämtlicher Elektronik im Haushalt ist. Bus Kable halten genauso lange wie NYM.


    Zitat

    KNX

    KostenHoch – ca. +20 bis 50% auf die Elektroinstallation im Neubau

    Kosten kann man als handwerklich begabter Bauherr sehr gut verhältnismäßig gering halten. Kabel ziehen ist ein "niedere" Tätigkeit, die aufgrund des Aufwand aber sehr teuer ist. Nach Absprache mit dem Elektriker seines Vertrauens kann man diese Arbeit übernehme und so im EFH einige 1.000€ sparen.

    Die ETS wird gern als Hexenwerk hingestellt. Im Endeffekt ist es auch nur eine Software wie jede andere in die man sich eben Einarbeiten muss. "Gott und die Welt" steckt so viel Lebenszeit um sich in Home Assistant u.ä. einzuarbeiten, aber die ETS ist das zu viel?! mMn selbst Schuld! Die ETS mag 1000€ + MwSt. kosten (min 2x jährlich stark rabattiert für um die 750€ inkl MwSt.). Aber die Parametrierung eines KNX Hauses Kostest schnell um 10.000€ und mehr zzgl. spätere Änderungen etc. Dagegen ist der Preis für die ETS doch gar nicht mehr so schlimm. Außerdem weiß man den wenigstens selbst wie das eigene Haus funktioniert. Nebenbei: Es gibt auch eine Home Lizenz für Häuslebauer die deutlich günstiger ist und genauso oft rabattiert angeboten wird.

    Kleiner Fun-Fakt zwischendurch: Eine Rollladensteuerung mit KNX Komponenten ist deutlich günstiger als eine unsmarte elektrische Rollladensteuerung.

    Hierzu ein kleiner Nachtrag: Zur Parametrierung brauch man die ETS nicht teuer kaufen! Es gibt eine gratis Test-Version mit der man 5 Geräte Parametrieren kann. Das reicht locker aus. Ist auch für alle interessant die mal reinschnuppern wollen.

    Zitat

    KNX Twisted Pair bietet keine Verschlüsselung. Historisch gesehen war das im lokalen Bussystem kein Problem. Sobald KNX jedoch über IP ins Heimnetzwerk gelangt, ist eine zwingende Segmentierung und Absicherung erforderlich: VLAN, Firewall und keine offenen Ports (UDP 3671).

    FALSCH! (Sorry das musste ich jetzt fett schreiben).

    Es gibt seit Jahren KNX IP Secure(Heimnetzwerk) und Data Secure(TP und RF). Man bekommt inzwischen sämtliche Arten KNX Komponenten als IP und Data Secure fähig.

    Zitat

    Es gibt eine Erweiterung namens KNX IP Secure, die jedoch nicht überall implementiert ist.

    Es handelt sich lediglich um das IP-Interface (Schnittstelle von KNX TP/RF ins IP Heimnetzwerk) die gegen ein IP Secure fähiges Interface ausgetauscht werden sollte, wenn man noch eine alte Anlage ohne Secure hat. Das ist aber kein großer Kostenfaktor.

    Auf KNX TP kann man im EFH idR auch ohne Secure leben, solange man die Topologie, insbesondere in den Außenbereich (Garten etc:) richtig aufgebaut hat. Bei Neuanlagen sollte man aber schon drauf achten, dass alles Data Secure kann(muss man ja nicht aktivieren). Kostentechnisch macht das keinen Unterschied.


    Zitat
    MerkmalKNXMatter
    SkalierungGrosse GebäudeEFH und Wohnungen

    Die Skalierung von KNX geht von der kleinen Gartenhütte bis zum monströsen Firmenkomplex - ja nach dem wie man es sich zusammenstellt.

    Für Projekte z.B. in Gartenhüttenhüttengröße gibts auch All in One Geräte die alles nötige in einem Geräte beherbergen - Busspannungsversorgung, IP Interface, Aktorik für Schalten, Heizen, Beschattung, Lüftungssteuerung...


    Auch wenn ich davon kein Fan bin, möchte ich es doch mal erwähnt haben.

    Es gibt ein paar Systeme die auf KNX basieren und auch 100%ig KNX kompatibel sind. Diese lassen sich für den Einstieg erstmal über eine einfache Klicki-Bindi-App konfigurieren - wie man es Heutzutage von dem ganzen IoT Smart Home Kram gewöhnt ist - lassen sich aber später, wenn gewünscht, in ein vollwertiges KNX überführen.

    Beispiel die mir unter derartigen Systemen positiv aufgefallen sind (ohne persönlich Erfahrung damit):

    Theben Luxor Living (RF und/oder TP)

    MDT HomeXpert (aktuell nur RF)

    Systeme die mir mir ehr negativ aufgefallen sind:

    Busch Jäger Free@Home (KNX TP und RF, teilweise Bluetooth) - Aktorik nicht KNX Kompatibel, Sensorik nur teilweise, verhältnismäßig teuer

    Hager Easy - die schalten rigoros einigen paar Jahren die Server für die Home-"Server" ab, was den funktionsumfang stark einschränkt und auch einen DIY Fernzugang unmöglich macht. Außer man kauft sich den Nachfolger...

    Einmal editiert, zuletzt von Dampf (20. März 2026 um 17:11) aus folgendem Grund: Kleiner Nachtrag

  • Danke Dampf für Deine ausführliche Antwort.

    FALSCH! (Sorry das musste ich jetzt fett schreiben).

    Es gibt seit Jahren KNX IP Secure(Heimnetzwerk) und Data Secure(TP und RF). Man bekommt inzwischen sämtliche Arten KNX Komponenten als IP und Data Secure fähig.

    Danke auch für diese Klarstellung. Falsch ist zwar nicht ganz der richtige Ausdruck, eher „nicht aktuell“. Ich bin tatsächlich kein KNX Pro. Da habe ich die aktuellste Information wohl nicht gefunden oder übersehen.

    Daher super, dass du es erwähnt hast 👍🏼

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