Und die ganze USA/Iran-Nummer hat bei mir zu einem "so jetzt reicht's, jetzt wird umgesattelt"-Moment gesorgt.
Nicht nur bei dir - da gibt es viele, die wechseln. Hab ich beim Kundendienst letztens erst mit meinem Verkäufer gesprochen und auch bei der Besichtigung bei anderen Händlern, die sagen, seit dem steigenden Spritpreis >2€ kommen deutlich mehr Leute.
Erste Probefahrt und nach 100m direkt "jepp, das will ich. Und nie wieder zurück zum Dinosaurier".
Ich bin jetzt zwei Jahre (>50.000km) elektrisch unterwegs und will nicht mehr zurück. Auch wenn es im Winter (deutlich) weniger Reichweite gibt. Aber das ist immer noch mehr, als ich täglich fahren muss. Und ich kann jederzeit vorklimatisieren und mach mir da wirklich keinen Kopf. Mein Enyaq ist der „Kleine“ mit 58kWh-Batterie. Was es in zwei Jahren wird? Wird sich zeigen - aber ich werde wohl nicht wegen vier längeren Fahrten im Jahr auf eine doppelt so große Batterie setzen, wenn diese deutlich teurer ist. Aber die Entwicklung läuft rasant und es tut sich wirklich viel.
Die "ich muss aber täglich 900km am Stück ohne Pause 220km/h fahren"-Fraktion darf man nicht Ernst nehmen und muss man einfach ignorieren... hat mit der Realität im Alltag nichts zu tun
Die wollen das fahren - nur: Wo kann man das fahren? Ich fahre viel über die Autobahnen und sehe meist nur noch 120km/h oder weniger wegen Baustellen. Dann ab nach Österreich oder Italien - hmm…
Ein Kumpel hat sich vor ein paar Wochen einen A6 etron gekauft und nach eineinhalb Wochen ist er mit der Frau nach Südtirol. Als er wieder daheim angekommen ist, hab ich nur positives gehört. Keine besetzten Ladesäulen, insgesamt deutlich günstiger gefahren. Und was man überhaupt nicht unterschätzen darf: Durch die erzwungenen Ladepausen von 15-30 Minuten kommt man überall deutlich entspannter an. Sie waren ohne Kinder unterwegs - wir sind immer mit zwei Kindern unterwegs und die genießen die Pausen.
Vorher kamen wir am Urlaubsort an und ich hab mich erstmal zwei Stunden auf die Couch gelegt. Jetzt? Pack ich meine Sachen und geh an den Pool oder sonst was. Wir kommen nicht ausgepowert an sondern entspannt.
Beim Ostseetrip letztes Jahr war wir etwas länger unterwegs als mein Schwager mit dem Diesel. Dafür deutlich günstiger und überhaupt nicht gestresst.
Kenne auch viele, die von sich sagen: Die 900km fahr ich ohne Pausen durch und bin immer konzentriert. Man kann sich auch selbst anlügen… Selbst die 500km schaffe ich nicht mehr, ohne mindestens einmal irgendwo wegen menschlicher Bedürfnisse zu stoppen…
Dann kommen noch die „eAutos brennen“-Anhänger… Da lache ich dann nur noch. Ja, wenn die Batterie mal brennt, wird es schwierig zu löschen. Wenn ein Verbrenner einen Unfall hat und in Flammen aufgeht, ist der relativ schnell gelöscht - korrekt. Aber man hat dann die Umweltschäden durch auslaufende Stoffe und auch den Löschschaum usw.. Aber das interessiert die Leute nicht. Die Medien stürzen sich auf brennende eAutos - und ich hake das als Panikmache ab. Mehr ist das nicht.
Vor allem, wenn man dann mal durch die Häuser und Wohnungen blickt: Wieviele Akkus sind da im Wohnraum? Hier bei uns allein schon zig kleine in verschiedensten Geräten und dann noch der „große“ 10kWh-Speicher der PV-Anlage… Ob die Leute wissen, dass das im Auto etwas ähnliches ist?
Nächste Fraktion: Wir haben zu wenig Strom und holen den aus dem Ausland, um die eAutos überhaupt laden zu können. Und man so abhängig vom Ausland ist! Das kann doch nicht die Zukunft sein!! Ich blicke dann auf die Deutschlandkarte und sehe die Ölvorkommen nur so vor mir, da kommt nichts aus anderen Ländern…