"Computer - der Job Killer"........Absurd?, zu allgemein?
Ja.klar. Genau so wie "KI - der Job Killer"
Ich denke, so lange wir hier nicht definieren, welchen Aspekt von KI eigentlich gemeint ist, wird man sich nicht einigen können, ob die Behauptung stimmt.
Nehmen wir doch einfach mal die Automatisierung im Versicherungssektor.
Hier müssen täglich viele Vorgänge, Geschäftsvorfälle bearbeitet werden. Da gibt es schon seit Jahren, auch vor dem KI Hype Bemühungen die Geschäftsvorfälle so zu gestalten, dass sie automatisch (dunkel) verarbeitet werden können. Das größte Problem dabei war immer, die Eingänge, sei es per Brief, Fax, E-Mail, Telefon, automatisch zu verstehen, die Daten daraus zu extrahieren, sie einem Geschäftsvorfall zuzuordnen und dann einem Sachbearbeiter zur Bearbeitung zuzuleiten. Darum hat man bei privaten Krankenversicherungen z.B. ein QR Code System für Rechnungen etabliert, so dass man eingehende Rechnungen einfacher scannen und analysieren konnte. So konnte man Vorgänge teilweise schon komplett ohne menschliches Zutun abarbeiten. Somit brauchte man schon mal ein paar Sachbearbeiter weniger.
Das war jetzt aber ein recht einfacher Geschäftsvorfall. Aber was ist, wenn der Kunde in seinem Schreiben nicht nur die Rechnung einreichen möchte, sondern auch noch andere Wünsche/Fragen hat? Hier benötige ich dann eine Software, welche das auch versteht und entsprechend handeln kann.
Und genau hier kommen die heutigen KIs ins Spiel. Wo man früher noch für jeden Aspekt, der eventuell vorkommen könnte, eine eigene Bedingung "per Hand" erstellen musste, kann man heute eine KI mit historischen Vorfällen und Daten trainieren/zuschütten und sie lernt selber, was sie machen muß.
Wenn das mal sauber funktioniert, wie viele Sachbearbeiter könnte man dann einsparen?
Alleine in der Versicherungsbranche sind ca. 206.000 Mitarbeiter beschäftigt....Wenn da nur ca. 30% wegfallen, also 61000.......
Gruß
Andi