Die Glasfasern schaffen, mangels elektrischer Leitfähigkeit, eine galvanische Trennung zum nächsten DSLAM (DSL-Verteilerkasten an der Straße) und darüber hinaus.
Wenn ein Gebäude per Glasfaser angebunden ist, gibt es keinen DSL Multiplexer mehr zwischen dir (ONT) und der Vermittlungsstelle (OLT). Aber das was du damit sagst ist korrekt - es gibt eine galvanische Trennung zwischen dir und den umliegenden Gebäuden, und das kann besonders in dicht besiedelten Ecken ein Vorteil sein.
Auch wenn viele hier aus praktisch nachvollziehbaren Gründen (monatliche Kosten und Aufwand und Kosten für Umbau) weiterhin auf Coax und Kupfer setzen, die Zukunft liegt im Glas. Wie in dem von mir verlinkten Video gezeigt, geht es hier nicht um die technischen Vorteile der Glasfasern, sondern rein um finanzielle Interessen und Marktbeherrschung der einzelnen Akteure und die daraus resultierende Preispolitik und Grabenkämpfe; deswegen setzt sich die Akzeptanz von Glasfasern beim Verbraucher hierzulande nur langsam durch.
Rein technisch betrachtet gibt es keine guten Gründe mehr, weiterhin bei DSL und DOCSIS Technik zu verweilen. Es sind Techniken aus Zeiten, als Helmut Kohl die technische Uhr nochmal zurück gedreht hat und dem privaten Kabelfernsehen aufs Pferd geholfen hat, obwohl die Vorgängerregierung unter Helmut Schmidt schon einen Glasfaserplan für Deutschland hatte.