Tech Friday: Laden ohne Stress – Die besten EV-Apps für Langstrecke und Alltag
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Mia -
3. April 2026 um 09:41 -
1.802 Mal gelesen -
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Es gibt keine einzelne perfekte App, sondern eine Mischung aus drei Typen – Roaming, Preis und Planung.
Drei Kategorien, die du kennen solltest
Bevor wir die Apps im Einzelnen anschauen, lohnt es sich, das Grundprinzip zu verstehen. Ladeapps sind in drei Gruppen unterteilt:
Roaming-Apps kümmern sich um Abrechnung und Netzzugang. Du hast einen Vertrag, eine Karte oder App und kannst in diversen Ladenetzen laden. Typische Beispiele: EnBW mobility+, Swisscharge, MAINGAU.
Preis-Apps helfen dir, den günstigsten Tarif an einer Säule zu finden – ganz ohne selbst Ladevertrag zu sein. Typisch: Chargeprice, Ladefuchs.
Planungs-Apps berechnen die Route inklusive Ladestopps, Verbrauch, Topografie und Wetter. Paradebeispiel: ABRP (A Better Routeplanner).
Einige Apps im Überblick:
EnBW mobility+
Der Allrounder ist in der DACH-Region gut vertreten: Über 800'000 Ladepunkte in Europa, CarPlay und Android Auto werden voll unterstützt, und das Laden lässt sich per App, RFID-Karte oder AutoCharge starten.
Stärken: Sehr gute Abdeckung in Deutschland, Österreich und Schweiz. Abrechnung ist einfach. Starke CarPlay-Integration – Säulen direkt im Fahrzeugdisplay finden und den Ladevorgang starten.
Schwächen: Nicht immer am günstigsten. Lokale Anbieter und gezielt gewählte Ladekarten sind auf einzelnen Strecken oft günstiger. Es gibt keinen universellen Preisvergleich – dafür braucht man eine zweite App.
Fazit: Die Grundlage für alle, die regelmäßig im Raum DACH unterwegs sind. Als Hauptkarte, kombiniert mit Chargeprice, deckt sie 80 Prozent des Alltags ab.
Chargeprice
Der Preisjäger Chargeprice vergleicht an einer bestimmten Station die Tarife aller relevanten Roaminganbieter, inklusive Zeitpreisen, kWh-Preisen und Blockiergebühren. Die App bietet selbst kein Laden an, sie zeigt nur an, wo es am günstigsten ist. CarPlay und Android Auto werden unterstützt, die Preise sind direkt auf der Fahrzeugkarte sichtbar. Die Gratis-Version reicht meistens; Premium kostet ca. 3 Franken pro Monat und schaltet mehrere Fahrzeugprofile und werbefreie Nutzung frei.
Stärken: Einzigartige Preistransparenz. Perfekt vor Fahrt oder an der Säule. CarPlay-Integration klappt.
Schwächen: Lädt selbst nicht – du brauchst eine Roaming-App dazu. Die Datenqualität hängt davon ab, wie gründlich Anbieter ihre Tarife pflegen.
Fazit: Unverzichtbar als Zusatz. Spart auf Langstrecken deutlich Geld.
ABRP – A Better Routeplanner
Wer Strecken über Land plant, kommt um ABRP kaum herum. Die App berechnet Routen mit echtem Verbrauchsmodell, berücksichtigt Topografie, Wetter und Live-Traffic und schlägt Ladestopps mit Ziel-Ladezustand vor. Seit Version 7.0 gibt es mehrere Routenalternativen, überarbeitete Oberfläche und verbesserte CarPlay- und Android-Auto-Performance.
Besonderheit: ABRP kann bei vielen Fahrzeugen echte Akkudaten (State of Charge) über Fahrzeug-API oder OBD lesen. Das macht die Planung genauer.
Stärken: Beste Ladeplanung für Langstrecken. Vollwertige CarPlay- und Android-Auto-App. Direkte Fahrzeuganbindung je nach Modell.
Schwächen: Viele Funktionen sind nur mit Premium sinnvoll (Live-Daten, In-Car-Navigation). Für Anfänger etwas komplex. ABRP startet keine Ladevorgänge.
Fazit: Die Muss-App für Urlaubsfahrten. Im Alltag oft zu viel, da reicht Chargeprice oder EnBW.
Chargemap
Die Community-Karte Chargemap überzeugt durch eine große europäische Community und mehr als 500'000 Ladepunkte in der Datenbank. Bewertungen, Fotos und Userhinweise machen die App besonders wertvoll dort, wo die offiziellen Apps wenig bieten, vor allem in ländlichen Regionen der Schweiz oder abseits der österreichischen Autobahn. CarPlay und Android Auto werden unterstützt, Routen lassen sich in der App planen und ins Auto übertragen. Der Chargemap-Pass funktioniert als optionale Ladekarte, ist aber preislich nicht immer attraktiv.
Stärken: Community-Infos. Gut für Schweizer Bergregionen und abgelegene Ziele. Routenerstellung und Übertragung.
Schwächen: Routenplanung direkt im Auto ist eingeschränkt. Kein universelles Preistool.
Fazit: Starke Ergänzung für Entdecker. Als einzige App reicht sie nicht.
Plugsurfing
Komfort im CarPlay
Plugsurfing ist ein Roaminganbieter mit Zugang zu 200'000 Ladepunkten in Europa.
Besondere Stärke: eine eigene CarPlay-App mit Karte, Filtern, Echtzeit-Verfügbarkeit und Übergabe an Apple Maps. Android Auto ist laut aktuellen Quellen (2024/25) noch nicht belegt.
Stärken: Komfortabler Roamingzugang. Gute CarPlay-Integration für Apple-Nutzer.
Schwächen: Preislich nicht Marktführer. Kein belegter Android Auto Support. Keine Routenplanung direkt im Auto.
Fazit: Für Apple-Nutzer mit CarPlay eine saubere Lösung. Beim Preis kombiniert man besser mit Chargeprice.
PUMP
Fahrzeugdaten und Reiseplanung in einer App PUMP ist eher Reise-App mit Ladeplanung als klassische Ladeapp. Sie verbindet das Fahrzeug und zeigt den Ladestand live an. CarPlay wird unterstützt, die App deckt über 150'000 Ladepunkte in Europa ab und kennt viele Marken, darunter BMW, Tesla, VW und Audi.
Stärken: Fahrzeugdaten direkt in der App. CarPlay-Integration. Reiseplanung und SoC vereint.
Schwächen: Kleinere Netzabdeckung als EnBW oder ABRP. Abo-Modell (PUMP Pro: ca. 5 Franken/Monat oder 49 Franken/Jahr). Kein vollwertiger Preisvergleich.
Fazit: Spannend für Nutzer, die Fahrzeugdaten, Ladeplanung und CarPlay zusammenbringen wollen. Für Preisjagd braucht es trotzdem Chargeprice.
Ladefuchs
Schneller Preischeck für Deutschland
Ladefuchs ist keine Navigation- oder Roaming-App, sondern reines Preistool: Per Wisch zeigt sie die günstigste Ladekarte an einer konkreten Säule an. Kostenlos, simpel, basiert auf Preisdaten von chargeprice App.
Stärken: Maximale Einfachheit. Gratis. Funktioniert für schnellen Preischeck unterwegs.
Schwächen: Fokus ganz auf Deutschland, kein vollwertiger DACH-Anbieter. Keine Routen, keine Ladeplanung, keine Community. CarPlay und Android Auto nicht belegt.
Fazit: Nützliche Ergänzung für DE-Fahrer, die schnell den günstigsten Anbieter sehen wollen. Kein Ersatz für Chargeprice.
Swisscharge
Heimvorteil Schweiz
Swisscharge sieht sich als das grösste Lade-Netz in der Schweiz. Kein Abo, keine Grundgebühr, Abrechnung pro Ladevorgang. Für Nutzer, die hauptsächlich in der Schweiz fahren und ohne Vertragskomplexität laden möchten, ist das eine logische Wahl.
Stärken: Klarer Schweizer Fokus. Keine Grundgebühr. Einfacher Einstieg.
Schwächen: International meist nicht ausreichend. CarPlay und Android Auto nicht belegt. Im DACH-Vergleich weniger bekannt.
Fazit: Für die Schweiz als Ergänzung oder Einstieg sinnvoll. Wer regelmässig über die Grenze fährt, braucht eine zweite App.
CarPlay und Android Auto: Was läuft, was nicht?
Echte Fahrzeugverknüpfung – also das Lesen von Akkustand, Verbrauchsdaten und Ladehistorie – bietet realistisch nur ABRP und in Teilen PUMP. CarPlay selbst überträgt keine Fahrzeugdaten; das passiert über eigene Fahrzeug-APIs oder OBD-Verbindungen.
Apple Karten EV Routing: Mehr als nur Navigation
Apple Karten wird in der EV-Welt oft unterschätzt. Dabei hat Apple das EV Routing in den letzten Jahren konsequent ausgebaut und es wird zunehmend zur echten Alternative für Nutzer, die tief im Apple-Ökosystem stecken.
Die Grundfunktion kennen viele: Apple Karten schlägt bei langen Routen automatisch Ladestopps vor, berücksichtigt den aktuellen Akkustand (sofern das Fahrzeug die Daten übergibt) und zeigt kompatible Ladesäulen entlang der Strecke an. Das läuft nahtlos in CarPlay – ohne zusätzliche App, ohne Kontextwechsel.
Was neu hinzukommt, ist die Tiefe der Fahrzeugintegration. Ford hat für den Mustang Mach-E 2026 angekündigt, dass Apple Karten EV Routing direkt mit der Batterie-Vorkonditionierung des Fahrzeugs kommuniziert: Plant das Auto eine Route zu einem DC-Schnelllader, heizt oder kühlt es den Akku automatisch auf die optimale Ladetemperatur vor. Das ist kein CarPlay-Feature, sondern eine echte Fahrzeug-API-Integration und macht einen spürbaren Unterschied, vor allem im Winter, wenn kalte Akkus deutlich langsamer laden.
Bislang ist diese Funktion auf den Mustang Mach-E Modelljahr 2026 beschränkt. Ob und wann ältere Modelle oder andere Marken nachziehen, ist noch offen. Aber das Prinzip zeigt klar, wohin Apple will. Nicht nur Navigation mit Ladepunkt-Overlays, sondern echte Systemintegration zwischen App, Fahrzeug und Ladeinfrastruktur.
Was Apple Maps EV Routing heute kann: Automatische Ladeplanung auf Langstrecken, Echtzeit-Akkustand-Anzeige (fahrzeugabhängig), kompatible Säulen entlang der Route, nahtlose CarPlay-Integration ohne App-Wechsel und bei unterstützten Fahrzeugen eine Batterie-Vorkonditionierung vor dem Schnellladen.
Was noch fehlt: Preisvergleich zwischen Roaminganbietern gibt es nicht. Die Ladepunkt-Datenbank ist schmaler als bei Chargemap oder EnBW. Kein Roaming-Vertrag, kein Ladestart über die App. Und die tiefe Fahrzeugintegration ist aktuell die Ausnahme, nicht die Regel.
Einordnung: Apple Maps EV Routing ist die eleganteste Lösung für Apple-Nutzer, die eine einfache Langstreckenplanung direkt in CarPlay wollen ohne Setup-Aufwand. Für Preistransparenz, Roaming und Community-Daten bleiben Drittanbieter-Apps aber weiterhin zentral. Apple holt auf, ist aber noch nicht vollständig.
Empfehlung: Das optimale Setup für DACH 2026
Kein Setup passt für alle gleich. Aber für die meisten EV-Fahrer in der DACH-Region funktionieren diese Kombinationen:
Roaming und Abrechnung: EnBW mobility+ oder MAINGAU als Hauptkarte. Gute Abdeckung, einfache Abrechnung, CarPlay inklusive.
Preis-Check: Chargeprice. Vor der Fahrt oder direkt an der Säule zeigt, wer gerade am günstigsten ist.
Langstreckenplanung: ABRP Premium. Für Reisen von mehr als 200 Kilometern mit mehreren Ladestopps nicht ersetzbar.
Schweizer Fokus: Swisscharge als Ergänzung, wenn der Hauptaufenthaltsort die Schweiz ist.
Deutschland-Preis: Ladefuchs, wenn du in DE schnell den günstigsten Anbieter sehen willst, ohne Chargeprice zu öffnen.
Fazit
Die Zeiten, in denen eine einzige App für alles ausreichte, sind vorbei, sofern sie je existiert haben.
Die gute Nachricht: Drei Apps kombiniert kosten kaum mehr als ein Cappuccino im Monat, und du bist damit in der DACH-Region gut aufgestellt. Preis-Transparenz, Roaming-Abdeckung und Ladeplanung sind drei verschiedene Disziplinen. Wer das versteht, lädt günstiger und kommt stressfreier ans Ziel.
Hinweis: Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der Markt für EV-Ladeapps ist gross und entwickelt sich schnell. Es gibt deutlich mehr Apps als hier vorgestellt, darunter weitere regionale Anbieter, netzspezifische Apps einzelner Betreiber und neue Dienste, die laufend dazukommen. Alle Angaben zu Preisen, Abdeckung, CarPlay- und Android-Auto-Unterstützung sowie Funktionsumfang entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels (April 2026) und können sich jederzeit ändern. Im Zweifel lohnt sich ein Blick direkt auf die jeweilige App-Seite oder in den App Store.
Quellen
- EnBW mobility+ App (App Store CH): https://apps.apple.com/ch/app/enbw-mo…ng/id1232210521
- EnBW Android Auto Blog: https://www.enbw.com/blog/elektromo…t-android-auto/
- Chargeprice Anwendungen: https://www.chargeprice.net/en/applications/
- Chargemap CarPlay/Android Auto: https://blog.chargemap.com/the-chargemap-…to-and-carplay/
- Plugsurfing CarPlay: https://plugsurfing.com/blog/carplay/
- ABRP 7.0 Release Notes: https://abetterrouteplanner.com/resources/arti…-01-21_abrp-7-0
- ABRP Premium: https://abetterrouteplanner.com/premium/
- PUMP App Store: https://apps.apple.com/ch/app/pump-charging/id1548198010
- Ladefuchs App Store: https://apps.apple.com/lu/app/ladefuc…se/id1522882164
- Swisscharge Google Play: https://play.google.com/store/apps/details?id=cs.swisscharge
- Elli Tarife: https://www.elli.eco/en/b2c/products/tariffs
- IONITY Subscriptions: https://www.ionity.eu/subscriptions
- Apple Maps EV Routing Ford Mach-E 2026: https://9to5mac.com/2026/03/16/app…y-ford-battery/
- Beev Top Ladeapps Europa: https://www.beev.co/en/blog/borne-…es-de-recharge/
- EVLFF Top Apps Deutschland: https://www.evlff.com/blog/top-10-sm…apps-in-germany
Alle Bilder wurden mit Hilfe von KI erstellt
Über die Autorin
Apple und SmartHome Enthusiastin
Gen X aus der Zentralschweiz
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Hobby-Webdesignerin
Begeisterte BMW-Fahrerin, die auch Blinker verwendet.
Fotografin - SemiPro
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