Bewusst habe ich smart in Anführungszeichen gesetzt, denn: Soweit bin ich eigentlich weit entfernt vom smarten Zuhause, das sich ja auch selbst steuern kann - so zumindest mein Verständnis, was das betrifft.
Aber dennoch haben wir ein paar Helfer, die das Leben im Haus dann doch bequemer machen.
Die Lichtschalter sind umgerüstet worden mit Shelly 1. Anfangs hatte ich auf denen noch die HomeKit-Firmware installiert, was mittlerweile aber nicht mehr nötig ist (siehe unten). Die Shellys sind gut und günstig - hatte bei der anfänglichen Recherche nichts (oder wenig) vergleichbares gefunden. Auch meine Sprechanlage haben wir mit einem Shelly 1 „smart“ gemacht.
Unsere Heizung (ÖkoFEN Pellets) bietet schon immer eine App an und kann über diese gesteuert werden. Nur: Das mache ich eigentlich überhaupt nicht - es gibt Sommer-/Winterzeit. Der Rest der Einstellungen wurde angepasst und das läuft jetzt schon zehn Jahre ohne größere Änderungen.
Der Badheizkörper hat ein tado-Thermosthat verpasst bekommen, gab es mal relativ günstig bei einer Telekom-Aktion. Noch immer ärgere ich mich darüber, denn es ist wohl das sinnloseste, was ich die letzten Jahre gekauft habe…
Ring - die haben für meine Sprechanlage etwas gemacht und ich kann vom iPhone aus sprechen und öffnen. Hab ich damals gekauft, als es noch nicht auf dem Markt war und da war der Preis klasse. Würde ich es mir zum aktuellen Normalpreis wieder holen? Da müsste ich überlegen, aber ich glaube: Eher nein.
Bei einer Amazon-Aktion gab es Blink-Kameras für außen. Hab mir ein sehr günstiges Viererset geholt. Und könnte mich heute noch ärgern (hätte es nicht ein gutes Ende genommen): Eigentlich wollte ich ständig auf die Kameras schauen können und Live-Bilder sehen. Nur haben das diese Kameras nicht unterstützt… Und nachdem der 30tägige Zeitraum für deren Cloud abgelaufen ist, war eigentlich fast gar nichts mehr möglich - und bezahlen wollte ich dafür sicher nicht. Also habe ich das Set mal in Kleinanzeigen gestellt und konnte sie einzeln verkaufen - mit Gewinn…
Die PV hat eine App. Aber ich wollte die Daten auch irgendwie nutzen können, schöner darstellen - und vor allem, ohne diese fünf Minuten-Zeiträume, in der die Daten aktualisiert angesehen werden können. Wie? Jetzt kommt der große Player:
Home Assistant und da hat jemand ein Plugin für meine PV entwickelt. Ich brauchte nur noch so ein Zwischenmodul, das ich dann per Modbus auslesen kann. So kam ich eigentlich überhaupt erst zu Home Assistant und habe mich damit befasst und ein umfangreiches Spielzeug erhalten.
Mit Home Assistant war es dann möglich, verschiedene Sachen ohne Umwege in die Apple-Welt mit HomeKit zu integrieren. Super.
Viele, die eine PV-Anlage haben, holen sich auch mal ein eAuto. Ich auch. Das muss man zuhause laden - hier setze ich dann auf evcc. Ein wirklich geniales Projekt. Laden, wenn genügend Überschuss vorhanden ist, oder wenn ich es haben will. Zeitgesteuertes Laden, usw.. Auch kann man priorisieren, dass zuerst die Batterie im Haus geladen werden soll und dann erst das Auto - oder anders rum.
Was ist smart und wird überhaupt nicht genutzt? Der Siemens-Vollautomat (doch, der wird ausgiebig und ständig genutzt. Aber nicht die super Zusatzfunktionen). Keine Ahnung, wozu das Teil eine WLAN-Verbindung braucht oder wer sich einen Kaffee/Espresso/sonstiges per App macht. Die Tasse muss ich noch immer drunter stellen… Eine Funktion gibt es, aber ich habe sie auch noch nie genutzt: Die „Kaffee-Playlist“ - man nimmt die Wünsche der Gäste in der App auf aund dann kann man an der Maschine die Getränke der Reihenfolge nach machen. Wow…
So viel mehr gibt es hier eigentlich schon gar nicht mehr. Schlicht und bequem. Relativ simpel alles. Ohne Automatisierungen oder ähnlichem. Da sind hier sicherlich Leute unterwegs, die über mein Setup nur müde lächeln können und bei denen nahezu jedes Gerät im Haus vernetzt ist mit Erkennung, wer im Haus ist.