Fußbodenheizung "smart" machen

  • Da wir nun wissen, dass es sich um die selben Heizkreisverteiler wie im SmartApfel Forum erwähnt handelt und es dort glasklare Fotos gibt, kann man mit Sicherheit sagen, dass es sich um NYM-J 5x1,5(oder x2,5) Kabel handelt. Über diese werden, auch für diese Abwendung, idR 230V übertragen. Und die sind verdammt gefährlich bis tödlich! Das ist kein Thema mit dem man Witze macht!

    Die Elektro Vorschriften gehen immer vom Super-GAU aus und das nicht ohne Grund! Nicht umsonst haben wir in D so ein sicheres Stromnetz.

    Ebenso finde ich es ein Unding, dass die Kabelenden, auch wenn es bei Inbetriebnahme nicht angeschlossen war, nicht mit z.B. Wagoklemmen gesichert sind. Man weiß nie wer, warum auch immer(versehentlich?), das andere Ende anschließt. Und dann ist es egal ob 230V oder z.B. 24V Schutzkleinspannung sind. Beides kann einen herrlich heißen Elektrobrand auslösen. Das sind ein paar Cents Investition in die Sicherheit von Leib, Leben und Eigentum.


    Achja… Versicherungen nutzen jede Möglichkeit um nicht zahlen müssen. Da kann es genügen, dass der nicht schadensursächliche Teil einer elektrischen Anlage nicht fachgerecht ausgeführt ist…

  • Grundsätzlich ist es eigentlich nicht notwendig, eine FBH mit gut eingestelltem hydraulischen Abgleich "smart" zu machen. Einfach schon deshalb, weil ihr Regelbereich (Temperaturhub) verhältnismäßig klein ist und sie zudem sehr träge reagiert. Es geht hier also mehr um den Spaßfaktor als um den wirklichen Nutzen.

    Wenn man es dann machen möchte, stellt sich die Frage, ob man eher mit Zweiwege-Reglern als Stellantriebe oder mit motorischen Antrieben arbeitet. Da würde ich dann aber einfach von der bestehenden Lösung ausgehen und die weiter übernehmen. Bei motorischen Stellantrieben muss man dann auch bedenken, dass die Zirkulationspumpe ggf. anders angesteuert werden muss. Bei Zweiwege-Reglern gibt es ja nur auf und zu und die Pumpe darf nur laufen, wenn mindestens ein Stellantrieb offen ist. Bei motorischen Antrieben kommt ggf. hinzu, dass man die Intensität der Zirkulationspumpe in Abhängigkeit vom Öffnungsgrad der Stellantriebe verändern muss, damit sie nicht gegen einen zu großen Fluidwiderstand arbeitet.

    Ich habe mich damals für eine Funklösung von HomeMatic IP entschieden, die bis heute zuverlässig arbeitet. Der Vorteil ist, dass man die Wandthermostate da montieren kann, wo sie am sinnvollsten sind. Manchmal sind die vom Elektriker vorgesehenen Montageorte für die Kabellösungen nämlich nicht immer ideal für die Temperaturerfassung im Raum.

  • Ich habe damals, als ich sie Smart gemacht habe, bei der Wärmepumpe für den Heizbetrieb 1300KWH gespart. Jedes Jahr. Das war schon was. Und wie gesagt, die Trägheit habe ich mit dem Einbau der Zusatzpumpe beseitigt. Ich gehe in einen kalten Raum (bei uns das Gästezimmer), stelle die Temperatur auf 23°, und 20 min später merkt man die Erwärmung im Boden & und nach ca. 45min ist der Boden richtig war, das Zimmer wärmt sich dann auf.

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  • Da muss man aber aufpassen. Bei Fliesen ist das in der Regel kein so großes Problem. So mancher Vollholzboden kann auf starke Temperaturhübe aber sehr empfindlich reagieren und sich dauerhaft verziehen bzw. Risse bekommen. Und auch der Estrich kann da mitunter leiden.

    Das Ganze ist sehr individuell, weil es einfach nicht DIE Fußbodenheizung gibt. Die Unterschiede sind häufig sogar deutlich vielfältiger als bei konventionellen Radiatoren. Daher sollte man sich die aktuelle Installation genau anschauen, bevor man hier überlegt, etwas "smart" zu machen, was dann letztlich gar nicht so klug war.

    Wir hatten im Haus z.B. eine Mischanlage mit konventionellem Warmwasserspeicher und Radiatoren in den oberen Stockwerken und im Keller, während nur im EG eine FBH verbaut war. Damit wären dann schon mal sehr große Temperaturhübe möglich gewesen, die aber auf Dauer mit ziemlicher Sicherheit den Eichendielenboden beschädigt hätten. Und vom Energieverbrauch her ist es auch besser, die Temperaturhübe bei einer FBH so gering wie möglich einzustellen.

  • Ah, das kann natürlich sein. So gut kenne ich mich damit auch nicht aus. Hatte nur damals den Heizungsinstallateuer gefragt, ob es etwas gibt, damit das meine Frau im Bad die Heizung hoch drehen kann, bevor sie für 3 Stunden in der Wanne verschwindet, und es da merklich warm wird.

    Oder wenn sie Homeoffice macht, dass wir morgens die FBH im Büro hoch drehen, und es ein paar Stunden später warm dort ist.

    Dann kam er mit dieser Zusatzpumpe um die Ecke, die dynamisch reagiert, wenn ein Raum einen Heizbefehl abfragt. Und das klappt.

    Aber wir haben tatsächlich im ganzen Haus 60x60er italienische Sandstienfliesen liegen. Leider 😂

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  • @BitterLeaf42

    Du scheinst das Thema „Fußbodenheizung“ schon an sich ganz gut zu verstehen. Dennoch hast du dich für die unlogische Lösung entschieden. Wohl aus dem „Must Have“-Effekt heraus um ein paar mehr „smarte“ Symbole in der „Smart“ Home App mit denen man spielen kann und es auch tut - nur ohne energetischen Nutzen und zu Lasten der Lebensdauer der Heizung. Egal ob Gas oder Wärmepumpe. Wobei Wärmepumpen da deutlich empfindlicher sind.

    Das mit den Fliesen würde ich, aus eigener Erfahrung, so nicht unterschreiben. Die Fugenmasse mag häufige Temperaturschwankungen auf Dauer gar nicht. Je nach Spreizung der Temperaturschwankungen reist die Fugenmasse früher oder später ein und dann sind die ersten Risse in den Fliesen nicht mehr weit.


    Ab etwa Energieeffizienzklasse D (Energieausweis) macht der große Heizungsregelwahnsinn keinen Sinn mehr. Außer für die Umsätze von Herstellern von zumeist „smarter“ Heizregelelektronik. Das ist ein Relikt aus alten Zeiten wo noch ganz andere Bedingungen herrschten.

    Eine Heizanlage arbeitet am effizientesten und langlebigsten, wenn sie mit der niedrigst möglichen und möglichst gleichmäßigen Vorlauftemperatur Arbeiten kann. Dazu sollte die Heizung (Gas, Öl, Wärmepumpe, usw.) möglichst genau auf den tatsächlichen Wärmebedarf des Gebäudes ausgewählt sein, sodass diese über den größtmöglichen Teil der Heizperiode nicht Takten muss(an/aus/…). Brennstoffheizungen kommen mit takten besser klar(ältere/alte besser als neuere), aber umso weniger sie takten müssen umso länger leben sie. Wärmepumpen mögen häufigeres Takten gar nicht. Nicht umsonst haben sie in ihrer Anfangszeit einen ehr schlechten Ruf erhalten, da sie oftmals, wie Brennstoffheizungen, großzügig ausgelegt wurden, teils heutzutage immer noch, wodurch sie viel takten müssen und schlimmstenfalls nach wenigen Jahren „ins Gras beißen“. Dazu wird der Energieverbrauch durch häufigeres Taken signifikant erhöht. Durch viel an/aus (= aufheizen/abkühlen) wird in der Aufheizfase mehr Energie benötigt als für gleichmäßiges Warmhalten, da hierfür höhere Vorlauftemperaturen benötigt werden. Nun wird die Takthäufigkeit und somit auch die Temperaturwechsel und die maximale Vorlauftemperatur durch den „smarten“ Regelwahnsinn erhöht. Hohe Vorlauftemperaturen benötigen überproportional mehr Energie als Niedrigere.
    Die Heizung versucht die Vorlauftemperatur, je nach Außentemperatur möglich gleichmäßig zu halten, gleichzeitig regeln „smarte“ Regeler im Heizkreisverteiler oder am Heizkörper wild hoch und runter. Das zwingt die Heizung immer wieder die Vorlauftemperatur anzupassen, also auch häufig über das notwendige Maß zu erhöhen.
    Nicht zu vernachlässigen ist, dass Gebäudeteile und alle Gegenstände in den heruntergeregelten Räumen abkühlen. Das sorgt dafür, dass die gefühlte Temperatur kühler wahrgenommen. Dadurch heizt man schnell mal 0,5 bis 1Grad mehr bzw. zu viel, dass es sich angenehm anfühlt. Das wiederum führt zu einer unnötig höheren Vorlauftemperatur. Und am Ende nicht zu vergessen: Die Kosten für die achso smarte Regelelektronik.

    Sumasumarum = ineffizient!

    Um den Irrsinn komplett zu machen fördert und fordert unsere Bundesregierung den hydraulischen Abgleich UND die Anschaffung „smarter“ Geräte zur Einzelraumtemperaturregelung.

  • Möchte kurz den aktuellen Stand der Dinge präsentieren .

    homematic IP Geräte sind angeschlossen.

    Fußboden Controller , Stellmotoren und Funkwandthermostste.


    Aktuell 3 Tage in Betrieb und bisher funktioniert es gut. Evtl folgen noch weitere Räume.

    Oben muss vom Fachmann noch ein Stromkabel gelegt werden und dann folgt dort auch noch ein Controller wenn es unten so funktioniert wie wir uns das vorstellen .

  • Stark! Danke für die Rückmeldung. Super cool, dass es auch für so was eine Lösung gibt!

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  • Stark! Danke für die Rückmeldung. Super cool, dass es auch für so was eine Lösung gibt!

    Bestimmt schon zehn Jahre. ;)


    Für meine Homematic Zentrale, in meinem Fall eine CCU3, gibt es ein HomeKit Addon.

    Welches meinst du? homebridge-homematic? Das Teil scheint uralt und leider nicht mehr gewartet zu werden.

    Man kann es aber auch mit HA und der homekit Integration sowie dem ioBroker und dem yahka-Adapter lösen. Und ich glaube, mit NodeRed geht's auch.

    Einmal editiert, zuletzt von BitterLeaf42 (7. Januar 2026 um 13:01) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von BitterLeaf42 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Das läuft direkt auf der CCU3.

    Ist aber auch von thkl und von 2020. Also genau so, wie homebridge-homematic. Unterstützt das Addon denn alle aktuellen HMIP-Geräte?

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