Neben Ninox welches sich mitterweile zu einem Ungetüm an Möglichkeiten entwickelt hat, gab es nicht mehr viel im macOS Bereich zum Thema Datenbanken. Filemaker dürfte ebenso für viele Normaluser keine Rolle mehr spielen. Es gibt immer wieder mal Apps die sich damit befassen, richtig Spaß machen sie alle nicht. Ich selber war bis vor Kurzem noch Ninox User. Ich begreife aber allmählich das Tool nicht mehr, die Funktionalität hat mit Low-Code mittlerweile nur noch wenig zu tun. Auch die Preisgestaltung im Laufe der Jahre kam dazu. So suchte ich für meine eher privaten Projekte mal wieder nach einer Alternative und probierte mal wieder Tap Forms aus.
Dieses seit vielen Jahren gepflegtes Tool namens Tap Forms macht Spaß. Das ist eine Bento ähnliche Datenbank mit der jedermann schnell und einfach seine gewünschte Datenbank aufbauen kann. Oder man wählt eine der vielen Vorlagen und bastelt sich daraus dann passend seine eigene Datenbank. Tap Forms wird von Brendan Duddridge aus Kanada ganz allein entwickelt. Das aber mit viel Liebe und seit vielen Jahren. Die Kommunikation mit Brendan kann mal als sehr gut bezeichnen. Ein eigenes Forum ermöglicht es viele Dinge einfach zu klären. Leider gab es bei Tap Forms mal eine Zeit in der die iCloud Synchonisation nicht wirklich funktionierte und auch alternative Syncs nur über obskure IBM Server funktionierten. Das ist aber Geschichte. Das aktuelle Tap Forms synchronisiert zuverlässig über die iCloud oder auch über Dropbox (auswählbar). Man kann sogar Shared iCloud auswählen, dann synchronisiert es sich mit den Tap Forms Datenbanken von Freunden und Partnern. Das macht Tap Forms für eine Vielzahl an weiteren Einsatzmöglichkeiten interessant. Die Datenbanken lassen sich selbstverständlich auch verschlüsseln, so dass ins Netz immer nur die verschlüsselten Daten gelangen.
Und wer dem Cloud Zeugs nicht vertraut kann auch auf direkte Syncs zwischen zwei Geräten zurückgreifen. Hier sind einige Möglichkeiten die es in anderen Produkten gar nicht gibt vorhanden.
Tap Forms in der neuesten Version gibt es nur noch als Abo Modell. Mag den einen oder anderen abschrecken. Aber der Entwickler ist wirklich ständig dran an dem Produkt und feilt immer daran, ist zudem sehr freundlich und immer hilfsbereit. So teuer finde ich die Abomodelle auch nicht wirklich. Wer womöglich eine gewerbliche Lösung für sich daraus ableitet, wird sogar kaum etwas Günstigeres finden.