Ja. Praktisch ist das eine versteckte Gebühr über den Wechselkurs.
Gerade klassische Filialbanken wie Sparkassen oder Volksbanken arbeiten oft genau so. Der Service wird als „gebührenfrei“ bezeichnet, obwohl die Bank über den schlechten Bargeld-Wechselkurs sehr gut verdient. Für viele Kunden wirkt es kostenlos, tatsächlich steckt die Marge aber im Kurs selbst.
Beispiel:
50 CHF eingezahlt
Erhalten: 51 €
Interbankenkurs laut Markt etwa: 54,56 €
Differenz: ca. 3,56 €.
Das entspricht rund 6,5 % Verlust gegenüber dem echten Marktwechselkurs.
Die Bank nimmt also:
- keine sichtbare Schaltergebühr,
- verdient aber über den sogenannten Spread zwischen Markt- und Auszahlungskurs.
Genau deshalb sprechen viele von einer versteckten Gebühr. Denn wirtschaftlich macht es für den Kunden keinen Unterschied, ob:
- 3,56 € offen als Gebühr abgezogen werden,
- oder der Wechselkurs einfach künstlich schlechter gesetzt wird.
Vor allem bei Bargeldwechsel verdienen traditionelle Banken daran oft sehr ordentlich. Viele Kunden vergleichen den Kurs nicht mit dem echten Devisenkurs und merken deshalb gar nicht, wie teuer der Tausch tatsächlich war.
Das ist wichtig:
Bargeld-Wechselkurse sind fast immer deutlich schlechter als der offizielle Kurs bei Google oder XE. Banken unterscheiden oft zwischen:
- Devisenkurs = Buchgeld, Überweisungen
- Sortenkurs = Bargeld
Und genau bei diesen Sortenkursen sitzen häufig die hohen Margen der Filialbanken.