Apple drosselt iPhone-18-Pro-Bestellungen bei Zulieferern
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Andy -
9. Oktober 2026 um 17:40 -
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Was der Bericht sagt
Nikkei Asia beruft sich in seinem exklusiven Bericht vom 9. Oktober auf mehrere mit der Sache vertraute Personen. Demnach hat Apple einige Zulieferer angewiesen, weniger Komponenten für die beiden Pro-Modelle zu fertigen. Apple sei bereits seit Anfang September bei den Auslieferungsmengen vorsichtiger geworden.
Zwei der Informanten nennen eine Kürzung der Oktober-Bestellungen um mindestens 15 Prozent. Ein Manager eines Zulieferers spricht sogar von 15 bis 20 Prozent für beide Premium-Modelle und räumt ein, man wisse nicht, wie es weitergehe
Wegen unterschiedlicher Vorlaufzeiten trifft die Kürzung im Oktober nicht alle Zulieferer gleichermaßen. Ob Apple ab November weiter nachjustiert, ist offen.
Apple hat den Bericht nicht kommentiert, und Reuters konnte die Angaben nach eigener Aussage nicht unabhängig überprüfen. Die Börse reagierte trotzdem: Die Apple-Aktie gab im vorbörslichen US-Handel um rund 1,9 Prozent nach.
Teurer Speicher, höhere Preise, neuer Zeitplan
Als wichtigsten Grund nennt der Bericht die Preiserhöhung. Steigende Kosten für Speicherchips haben die Geräte verteuert: In den USA starten das iPhone 18 Pro bei 1.199 und das Pro Max bei 1.299 US-Dollar, jeweils 100 Dollar mehr als die Vorgänger. Beim Arbeitsspeicher gibt es dafür kein Plus – wie die iPhone-17-Pro-Modelle haben auch die neuen Geräte 12 GB RAM.
Laut den Zulieferern erklärt der Preis allein die Zurückhaltung aber nicht. Nikkei verweist auch auf Apples umgestellten Launch-Rhythmus: Erstmals wurden im September nur die beiden Pro-Modelle und das faltbare iPhone Duo vorgestellt, das Basis-iPhone 18 und das neue iPhone Air wurden auf das Frühjahr 2027 verschoben. Der übliche Ansturm auf die gesamte Produktfamilie bleibt dadurch aus.
Hinzu kommt das iPhone Duo selbst. Die Vorbestellungen für Apples erstes Foldable starten am 16. Oktober. Analysten vermuten, dass vor allem potenzielle Pro-Max-Käufer abwarten, ob sich der Griff zum Falt-iPhone lohnt.
Die Lieferzeiten hatten es angedeutet
Überraschend kommt die Meldung nicht. Schon zum Start der Vorbestellungen am 12. September waren die Lieferzeiten auffällig kurz. Das reguläre iPhone 18 Pro war in den USA fast durchgängig zum Verkaufsstart am 18. September lieferbar. Längere Wartezeiten von drei bis vier Wochen gab es vor allem beim Pro Max mit 256 oder 512 GB.
Analyst Jeff Pu von GF Securities senkte daraufhin seine Produktionsprognose für iPhone 18 Pro und Pro Max auf zusammen 72 Millionen Geräte. Beim iPhone Duo rechnet er für dieses Jahr nur noch mit 6 statt 7 Millionen Einheiten.
Auch Jefferies verglich die Lieferzeiten in mehreren Märkten, darunter Deutschland. Beim Pro Max lagen sie vor dem Start 5 bis 11 Tage unter denen des iPhone 17 Pro Max im gleichen Zeitraum. Die Analysten hielten schon damals Bestellkürzungen ab Oktober für möglich.
Einordnung
Ein Flop ist das iPhone 18 Pro deshalb noch nicht. Bestellkorrekturen nach dem Start sind bei Apple nicht ungewöhnlich, und der verschobene Zeitplan verzerrt den Vergleich mit dem Vorjahr. Belastbare Zahlen liefert erst Apples Quartalsbericht Anfang November, der die ersten Verkaufswochen abdeckt.
Für Käufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die Entwicklung eine angenehme Seite: Die meisten Konfigurationen sind schnell lieferbar. Wer nicht sofort zuschlagen muss, kann zudem auf sinkende Straßenpreise bei Händlern hoffen – und die ersten Eindrücke zum iPhone Duo abwarten.
Quellen:
Artikelbild mit Hilfe von KI erstellt.
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