iPhone 18 Pro entsperrt auch ohne Hinsehen: So prüft und behebt ihr das
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Andy -
3. November 2026 um 09:41 -
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Was ist das Problem?
Face ID prüft standardmäßig nicht nur, ob euer Gesicht vor dem iPhone ist, sondern auch, ob ihr mit offenen Augen auf das Gerät blickt. Diese sogenannte Aufmerksamkeitserkennung (in den Einstellungen „Aufmerksamkeit für Face ID erforderlich“) ist eine wichtige Sicherheitsschicht: Sie verhindert etwa, dass jemand euer iPhone entsperrt, während ihr schlaft oder abgelenkt seid.
Genau diese Prüfung funktioniert bei einem Teil der neuen Pro-Modelle offenbar nicht wie vorgesehen. Aufgefallen ist das der Redaktion von Mac & i (heise), deren Testgeräte das Verhalten zeigten. Entscheidend ist demnach nicht die aktuell installierte iOS-Version, sondern die Version, mit der das Gesicht ursprünglich hinterlegt wurde. Wer also im September direkt nach dem Auspacken des iPhone 18 Pro Face ID eingerichtet und seitdem nur Updates eingespielt hat, könnte betroffen sein – auch wenn inzwischen iOS 27.2 läuft.
Bereits Ende September hatten Nutzer in den MacRumors-Foren berichtet, dass die Einstellung zur Aufmerksamkeitsprüfung auf den neuen Pro-Modellen nicht immer respektiert werde. Damals ging das Thema allerdings im Trubel um einen anderen, auffälligeren Fehler unter.
Neuer Sensor, neue Kinderkrankheiten
Hintergrund ist der größte Umbau von Face ID seit Jahren: Beim iPhone 18 Pro und 18 Pro Max hat Apple die Infrarotkamera des TrueDepth-Systems erstmals unter das Display verlegt – in den oberen linken Bereich, nahe der Uhrzeit in der Statusleiste. Das Ergebnis ist eine deutlich kleinere Dynamic Island.
Die neue Konstruktion sorgte schon kurz nach dem Verkaufsstart am 18. September für Ärger. Schlug eine Face-ID-Abfrage fehl – etwa beim Öffnen einer gesperrten App wie „Passwörter“ – und tippte man auf „Face ID erneut versuchen“, fror das iPhone bei manchen Nutzern ein und startete neu. Apple stufte das als Softwarefehler ein und beseitigte ihn mit iOS 27.0.1 Ende September. Ob auch das jetzt beschriebene Problem mit der Blickerkennung direkt mit dem Under-Display-Sensor zusammenhängt, ist nicht abschließend geklärt.
So prüft ihr, ob ihr betroffen seid
Ein einfacher Selbsttest: Sperrt das iPhone, haltet es vor euer Gesicht und schaut bewusst daneben – oder schließt die Augen. Entsperrt das Gerät trotzdem, obwohl „Aufmerksamkeit für Face ID erforderlich“ aktiviert ist, solltet ihr handeln. Am besten probiert ihr das ein paar Mal, damit ein einzelner Zufallstreffer das Ergebnis nicht verfälscht.
Die Lösung: Face ID neu einrichten
- Prüft unter Einstellungen › Allgemein › Softwareupdate, dass mindestens iOS 27.2 installiert ist.
- Öffnet Einstellungen › Face ID & Code und gebt euren Code ein.
- Tippt auf Face ID zurücksetzen. Damit werden auch hinterlegte alternative Erscheinungsbilder entfernt.
- Richtet Face ID über Face ID konfigurieren neu ein – und anschließend bei Bedarf auch das alternative Erscheinungsbild (z. B. mit Brille).
- Kontrolliert, dass Aufmerksamkeit für Face ID erforderlich aktiviert ist, und wiederholt den Selbsttest.
Laut Mac & i entsperrt Face ID danach nur noch, wenn ihr wirklich aufs Display schaut. Ein Sonderfall ist „Face ID mit Maske“: In diesem etwas weniger strengen Modus ist die Aufmerksamkeitsprüfung ohnehin fest aktiviert.
Tipp für Brillenträger: Apple weist in einem Support-Dokument eigens darauf hin, dass Face ID auf den iPhone-18-Pro-Modellen mit manchen Klar- oder Korrekturgläsern Schwierigkeiten haben kann. In diesem Fall empfiehlt Apple, ein alternatives Erscheinungsbild mit aufgesetzter Brille anzulegen.
Einordnung
Dramatisch ist die Sache nicht: Ein Fremder kann euer iPhone damit nicht entsperren – Face ID erkennt weiterhin nur euer Gesicht. Die fehlende Blickprüfung öffnet aber genau die Lücke, gegen die die Funktion gedacht ist: ein Entsperren ohne euer bewusstes Zutun. Da der Fix nur wenige Minuten kostet, lohnt er sich für alle, die ein iPhone 18 Pro oder Pro Max früh eingerichtet haben. Ältere iPhones und das iPhone 18 ohne „Pro“ sind nach bisherigem Stand nicht betroffen.
Etwas ärgerlich bleibt, dass Apple Betroffene nicht von sich aus auf das nötige Neu-Einrichten hinweist. Ein Hinweis nach dem Update auf iOS 27.2 hätte vielen Nutzern das Problem erspart, von dem die meisten vermutlich nie etwas bemerkt hätten.
Quellen:
Artikelbild mit Hilfe von KI erstellt.
Über den Autor
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