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Von iOS 18 bis 26.4 zu 27: Eine Verschiebung in Zeitlupe

  • Andy
  • 12. Februar 2026 um 18:06
  • 173 Mal gelesen
  • 27 Antworten
Apple stolpert bei der Generalüberholung von Siri über eigene Ambitionen: Die neue, KI‑gestützte Version wird wohl nicht wie geplant komplett mit iOS 26.4 kommen, sondern auf mehrere Updates bis hin zu iOS 27 gestreckt.

Als Apple auf der WWDC 2024 „Apple Intelligence“ vorstellte, war die neue Siri das Herzstück der KI‑Strategie: persönlicher, kontextbewusster und deutlich mächtiger in Apps. Ursprünglich war ein Start im Frühjahr 2025 vorgesehen, bevor Apple die Einführung um ein ganzes Jahr nach hinten verschob – auf das Frühjahr 2026. Seitdem galt iOS 26.4 intern als das Update, mit dem die „richtige“ neue Siri endlich bei den Nutzern ankommen sollte. Nun zeigt sich: Selbst dieser zweite Anlauf ist ambitionierter, als der aktuelle Entwicklungsstand es erlaubt.
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Was Apple mit der neuen Siri eigentlich vorhat
  2. Die „Haken“ im Test: Wo Siri derzeit scheitert
  3. Vom Monolith zum Stufenplan: iOS 26.4, 26.5 und 27
  4. Strategischer Druck: KI‑Versprechen vs. Qualitätsanspruch
  5. Ausblick: Die „Chatbot‑Siri“ ab iOS 27

Was Apple mit der neuen Siri eigentlich vorhat

Die überarbeitete Siri ist mehr als ein kosmetisches Update, sie soll sich spürbar anders verhalten als der bisherige „Assistent“.

  • Personalisierung: Siri darf – wenn freigeschaltet – auf persönliche Daten wie Nachrichten und E‑Mails zugreifen, um besser zu verstehen, worauf sich eine Anfrage bezieht.
  • On‑Screen‑Awareness: Die Assistentin soll den Bildschirmkontext einbeziehen, etwa bei Fragen zu gerade geöffneten Apps oder Inhalten.
  • Tiefere App‑Integration: Komplexere Aktionen innerhalb einer App und auch quer über mehrere Apps hinweg rücken in den Fokus.

Zusätzlich testet Apple Funktionen, über die öffentlich bislang kaum gesprochen wurde: Erweiterte Bildgenerierung über „Image Playground“ sowie eine integrierte Websuche, die Informationen zusammenfasst statt nur Links auszugeben.

Die „Haken“ im Test: Wo Siri derzeit scheitert

Im internen Testbetrieb mit iOS 26.4 ist Siri offenbar noch weit von der angestrebten „It just works“-Reife entfernt.

  • Anfragen werden teilweise falsch oder gar nicht korrekt verarbeitet.
  • Antworten lassen zu lange auf sich warten, was bei einem Sprachassistenten besonders auffällt.
  • Einige der versprochenen Funktionen funktionieren zwar grundsätzlich, sind aber in puncto Zuverlässigkeit und Genauigkeit noch nicht stabil genug.

Interessantes Detail aus der Testphase: Siri greift in manchen Fällen auf ChatGPT zurück, obwohl Apple offiziell auf von Google bereitgestellte Gemini‑Technologie setzt. Selbst wenn die neue Siri eigentlich in der Lage wäre, eine Anfrage selbst zu beantworten, kommt es zu diesem Fallback – ein Hinweis darauf, dass die interne Orchestrierung der verschiedenen KI‑Komponenten noch nicht sauber gelöst ist.

Vom Monolith zum Stufenplan: iOS 26.4, 26.5 und 27

Die Konsequenz dieser Probleme ist ein schrittweiser Rollout statt eines großen Siri‑Pakets in iOS 26.4.

  • Apple erwägt, einige oder sogar alle neuen Siri‑Features auf iOS 26.5 zu verschieben, ein Update, das für Mai geplant ist.
  • Weitere Funktionen könnten sogar erst mit iOS 27 im Herbst 2026 kommen.
  • Intern nutzen Entwickler bereits iOS 26.5 als neue Testbasis, inklusive Hinweisen auf die Siri‑Neuerungen und einem „Preview“-Schalter für die Personalisierung.

Laut internen Testern enthält iOS 26.5 prinzipiell das komplette Paket aus Personalisierung, On‑Screen‑Awareness und erweiterten Aktionen in und zwischen Apps. Allerdings kämpft Apple weiterhin mit Genauigkeit und Stabilität, weshalb nicht ausgeschlossen ist, dass selbst in 26.5 noch Funktionen fehlen oder als „Beta“ gekennzeichnet werden. Bildgenerierung und Websuche wurden bereits in iOS 26.4 getestet und könnten – je nach Reifegrad – dennoch in diesem Update landen, um zumindest einen Teil der neuen Siri‑Funktionalität offiziell zeigen zu können.

Strategischer Druck: KI‑Versprechen vs. Qualitätsanspruch

Die Lage beschreibt der Bericht als „fluid“ – der Plan ist in Bewegung, und Apple‑Manager wollen die neue Siri nach Möglichkeit nicht noch einmal über das Frühjahr 2026 hinaus verschieben. Gleichzeitig steht das Unternehmen im KI‑Wettlauf unter Druck: Google, OpenAI und andere Anbieter setzen mit ihren Chatbots den Standard für das, was Nutzer heute von einem digitalen Assistenten erwarten. Apple muss daher zwei widersprüchliche Ziele ausbalancieren: einen konkurrenzfähigen KI‑Assistenten liefern und gleichzeitig den eigenen Qualitätsanspruch aufrechterhalten, dass neue Funktionen zuverlässig funktionieren, sobald sie freigeschaltet werden.

Ausblick: Die „Chatbot‑Siri“ ab iOS 27

Während Apple versucht, die erste Welle der Apple‑Intelligence‑Siri über iOS 26.4 und 26.5 zu verteilen, zeichnet sich am Horizont bereits die nächste Ausbaustufe ab.

Für iOS 27 plant Apple eine Siri‑Variante mit echter Chatbot‑Funktionalität. Diese Version soll tief in die Betriebssysteme integriert sein und stärker mit den großen KI‑Modellen konkurrieren, die Nutzer heute von Gemini, Claude oder ChatGPT kennen.

Für Apple‑User bedeutet das: Die Transformation von Siri wird sich über mehrere Generationen ziehen. Erste KI‑Verbesserungen dürften mit iOS 26.4 und 26.5 sichtbar werden, die wirklich neue, konversationsstarke Siri ist jedoch frühestens mit iOS 27 zu erwarten.

Quelle: macrumors

Titelbild wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Diskutiere mit uns im Forum! 27 Antworten, zuletzt: 17. Februar 2026 um 20:35

Über den Autor

Ich habe generation i mit ins Leben gerufen, um Technik mit Verstand zu begleiten.

Apple-Fan? Definitiv. Aber immer mit dem kritischen Blick eines Gründers, dem Substanz wichtiger ist als jeder Hype.
Ich sorge für den richtigen Rhythmus zwischen Innovation und echtem Nutzen.

Andy Team

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Antworten 27

Holger
12. Februar 2026 um 19:04

Schöner Artikel! Meine „Gefällt mir“ Reaktion bezieht sich auf diesen. Nicht auf das, was da gerade bei Apple passiert. Ich hatte mich so auf demnächst kommende Fortschritte gefreut. X(

Mia
12. Februar 2026 um 19:06

Für mich persönlich jetzt nicht so schlimm. Aber schon schade, dass Apple selbst mit der Hilfe und Kooperation von Google nicht hinbekommt.

So schnelllebig die KI Branche voranschreitet, ist das echt Schneckentempo

Dan
12. Februar 2026 um 19:14

Lieber so, als nachher einen halbfertigen Käse zu releasen.

Webmark
12. Februar 2026 um 19:17

Mich tangiert diese verzögerte Entwicklung dagegen gar nicht, da ich Siri nicht verwende und daran wird sich auch nach Integration der geplanten KI-gestützten Version nichts ändern.

Hauptsache, man kann Siri weiterhin deaktivieren.

Odin.666
12. Februar 2026 um 19:22

Ja ich weis du setzt lieber auf Zettel 😉

Webmark
12. Februar 2026 um 19:25

Ich kann hier keinen Zusammenhang erkennen?

Andy
12. Februar 2026 um 19:28
Zitat von Mia

Aber schon schade, dass Apple selbst mit der Hilfe und Kooperation von Google nicht hinbekommt.

Ich denke: Apple hatte ja mit Anthropic auch mal verhandelt und wurde sich finanziell nicht einig. Hätten sie die aber übernommen (was auch mal im Gespräch war) - hätten sich Claude zu dem entwickelt, was es gerade ist?

Gemini wurde dann als „schneller“ (und eigentlich auch guter) Ersatz gewählt. Aber ich bin schon am überlegen, wie lange es dauert, so etwas dann funktionierend in alle OS zu implementieren. Das macht man nicht mal eben „nebenbei“ innerhalb drei Monaten…

Zwickmühle: Apple muss liefern. Funktionierend! Viele „Fehltritte“ wird man sich in die Richtung nicht erlauben können - ich würde sogar sagen, dass es jetzt der letzte sein muss/darf.

Falls ja: Werde ich mir keine Keynote mehr ansehen, wenn vieles nur gesagt wird - man es aber erst „in some years“ bekommt. Damals war „later this year“ schon eine verdammt lange Wartezeit.


Zitat von Holger

Schöner Artikel

Danke.

Webmark
12. Februar 2026 um 19:37

Wozu benötigt ihr Siri und insbesondere die kommende KI-unterstützte Version, bzw. welche Vorteile seht ihr darin?

Andy
12. Februar 2026 um 19:50
Zitat von Webmark

welche Vorteile seht ihr darin?

Was hast du in dem Gebiet aktuell für Erfahrungen? ChatGPT, Gemini, Claude und Co..

Denke, das wäre die Grundlage der folgenden Diskussion.

Mit einem „(Hey,) Siri“ die Mails des Tages zusammen fassen lassen, Termine im Kalender organisieren. Texte schreiben lassen für Präsentationen, Mails, usw..

LLM können so viel - und oft auch schneller, als man selbst im Web recherchieren kann. Mit Quellenangaben - um es wirklich auch selbst prüfen zu können. Was von KI kommt, wollen viele ja immer wieder überprüfen und den Quellen nachgehen. Beim 5. Google-Treffer suchen die wenigsten nach weiteren Quellen, steht ja im Internet…

Anfang der Woche einen Bericht über die aktuelle Situation in der Holzindustrie gesehen. Dauer: 1,5 Stunden… Hab das an NotebookLM gegeben und habe eine vierseitige Zusammenfassung als Präsentation bekommen - und das hat gepasst (hab die 1,5 Stunden natürlich später noch investiert. Aber nächstes Mal?).

Die Firmenwebsite dort reingepackt - kurz drauf eine perfekte Präsentation erhalten, die man locker Kunden zeigen kann. Als Spielerei empfand ich den 15-minütigen Podcast drüber…

Mal was aufwendiges Programmieren? Zack…

Es gibt so viel interessantes - und ja, auch ich dachte, wer soll das brauchen… Mittlerweile: Her mit mehr Zeug!

Dan
12. Februar 2026 um 19:53

Puh. Siri ist aus meinem Alltag nicht mehr weg zu denken. Ich benötige es für:

- Diktieren von allen Texten
- Steuern meines ganzen Hauses
- Eintragung von Erinnerungen
- Eintragung von Einkaufsgegenständen auf die Einkaufliste
- Kalendereinträge
- mit hinterlegtem ChatGPT in den Einstelleungen bei Apple Intelligence: Fragen jeglicher Art, aufsetzen von Schreiben / Briefen / E-Mails


Odin spielte darauf an, dass Du das Smartphone eher „altmodisch“ nutzt. Das ist nicht negativ gemeint!! In keinem Fall. Aber es ist doch eher die Ausnahme. Das liest sich immer so, wie meine Großmutter ein Smartphone sehen / nutzen würde.

Wirklich, das ist nicht angreifend, abwertend oder lächerlich gemeint!

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