Zwischen den Threads KW12: „Von Fischbrötchen, warum man Kraft nicht in jede Tasche pressen kann und heißen Chips – und was sonst noch geschah.”
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Holger -
22. März 2026 um 08:15 -
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So ein Forum wie „generation-i“ ist ja im Grunde wie ein richtig gutes Fischbrötchen an der Brücke 10: Es braucht keine Goldverzierung und keinen Schnickschnack. Was zählt, ist die Frische der Zutaten, ein ehrliches Brötchen und Leute, die wissen, wie man es anständig belegt. Diese Woche war der Tisch hier bei uns reich gedeckt. Ich habe mich mal durch die Threads gewühlt und geschaut, was bei mir hängengeblieben ist.
Wenn die Physik das Marketing überholt: Der M5 Max im 14-Zöller
Wir fangen mal mit dem dicken Fisch an. Andy hat sich den M5 Max im 14-Zoll-MacBook Pro vorgenommen. Es ist eine dieser Geschichten, bei denen man sich fragt, ob die Ingenieure in Cupertino manchmal die Gesetze der Thermodynamik einfach für verhandelbar halten.
Das erinnert mich an einen Kochabend mit einem guten Freund. Er -ein Hobby-Koch wie ich, mit mehr Leidenschaft als Sinn für Statik- wollte unbedingt eine dreifache Portion kräftiges Wildschwein-Ragout in eine winzige, hauchdünne Tortellino-Tasche pressen. „Die Füllung ist der Star!“, rief er. Das Ende vom Lied? Die feine Pasta riss unter dem Druck, die Hitze im Inneren konnte nirgendwo hin, und am Ende blieb ein kleiner, dampfender Haufen Elend auf dem Teller. Man kann Kraft nicht unendlich komprimieren, ohne dass das Gefäß leidet.
Genau das sehen wir jetzt in den Benchmarks. Der M5 Max im kleinen Gehäuse drosselt, das Netzteil hechelt hinterher, und der Akku leert sich trotz Kabel. Es ist, als wolle man einen V12-Motor in einen Fiat 500 quetschen. Es passt zwar irgendwie rein, aber nach drei Ampelsprints glüht die Motorhaube. Beyermann traf es in den Kommentaren ganz gut: Wahrscheinlich ist am Ende wieder irgendeine EU-Richtlinie schuld, wenn die Hardware schwitzt. Manchmal ist weniger eben doch das stabilere „Mehr“.
iOS 27 und der Schatten des Schneeleoparden
Gleich daneben liegt das Thema Software-Hygiene. In „Der Snow Leopard-Bluff” seziert Andy die Gerüchte um iOS 27. Apple verspricht uns Stabilität, so wie damals beim legendären Snow Leopard. Aber ist das eine bewusste Entscheidung für Qualität oder schlicht die Kapitulation vor dem eigenen Code-Chaos?
Spannend fand ich hier bei uns vor allem die Beobachtung von djiwondee. Er verglich macOS mit dem alten Windows-Ballast – Schicht über Schicht, bis keiner mehr weiß, was ganz unten eigentlich das Fundament hält. Wir bauen uns digitale Turmbauten zu Babel, und Apple verkauft uns den Eimer Farbe für die Risse jetzt als „Stabilitäts-Update“. Dass Andy so offen zugibt, dass er genau für solche tiefen Diskussionen in den Kommentaren schreibt, macht den Charme unserer Community aus. Es ist eben kein Einweg-Content, sondern ein Gespräch am Tresen.
Das Fundament des digitalen Heims: KNX gegen Matter
Mia hat mit ihrem Vergleich zwischen KNX und Matter ein echtes Brett abgeliefert. Es ist die ewige Debatte: Solide Infrastruktur gegen schnelle Consumer-Lösungen. Während KNX wie ein gemauerter Keller ist, fühlt sich Matter manchmal an wie ein schickes Zelt mit High-Tech-Reißverschluss. Beides hat seine Berechtigung, aber man sollte sie nicht verwechseln.
Dampf hat in den Kommentaren mit der Präzision eines Uhrmachers nachjustiert – besonders was die Sicherheit bei KNX angeht. Und genau das ist es: Hier bei uns liest man nicht nur, man lernt dazu. Wenn jensche dann noch die Brücke schlägt und zeigt, wie man beide Welten mit Home Assistant verheiratet, dann ist das genau der Pragmatismus, den ich schätze. Keine Ideologien, sondern Lösungen, die im Alltag funktionieren.
Ein Hauch von Samba und die Macht der Standards
Kurzer Schwenk nach Südamerika. In „Apples Samba mit der brasilianischen Justiz” geht es um den NFC-Chip. Es ist fast schon amüsant zu beobachten, wie Apple weltweit versucht, die Tore geschlossen zu halten, während ein Land nach dem anderen mit dem Dietrich namens „Wettbewerbsrecht“ anrückt. In Brasilien ist es das PIX-System, das Einlass begehrt. Es ist wie bei einem exklusiven Club, bei dem der Türsteher langsam merkt, dass die Leute draußen ihre eigene Party feiern – und die ist viel lustiger.
Was sonst noch auf dem Tisch lag:
- Drucken statt Kaufen: Andy wagt den Schichtwechsel im Wohnzimmer. 3D-Druck ist kein reines Nerd-Hobby mehr. Wenn der Staubsauger ein Ersatzteil braucht, das es nicht mehr gibt, wird der Drucker zum Lebensretter. Wir haben dafür ja auch eine eigene Kategorie hier bei uns – ich bin gespannt auf eure ersten Fehldruck-Kunstwerke.
- Ohrenschmaus für Fortgeschrittene: Die AirPods Max 2 sind da. H2-Chip, USB-C, aber das Design bleibt. 600 Euro sind eine Ansage, über die ihr im Forum ordentlich debattiert habt. Für die einen ist es das Nonplusultra, für die anderen einfach nur ein sehr teurer Bügel.
- Das Frühjahrs-Update: Mit den Release Candidates für iOS 26.4 und macOS Tahoe 26.4 werden die letzten Ecken gefegt. Es gibt neue Emojis – ein Orca und eine Posaune, darauf hat die Welt gewartet –, aber wichtiger ist: Die Tastatur schreibt wohl wieder das, was man meint. Ein kleiner Sieg für die Zivilisation.
- Rückblick: Falls du es verpasst hast, schau nochmal in den Zwischen den Threads KW11 rein. Manches altert erstaunlich gut.
Ein Blick nach vorn
Wenn ich mir diese Woche so anschaue, dann sehe ich vor allem eines: Wir sind hier kein Haufen von Ja-Sagern. Wir hinterfragen die Thermodynamik von Laptops (Sorry! Auch Apple nennt sie mittlerweile „Notebooks“), wir diskutieren über die Tiefe von Betriebssystemen und wir korrigieren uns gegenseitig, wenn es um Bus-Protokolle geht.
Das Schöne ist, dass wir das alles ohne Gebrüll und ohne erhobenen Zeigefinger tun. Es ist wie ein guter Abend unter Freunden, an dem man sich zwar mal über die richtige Garzeit eines Steaks streiten kann, aber am Ende doch zusammen am Tisch sitzt und den Wein genießt.
Ich klappe jetzt den Rechner zu -mittlerweile herrscht hier feinster Sonnenschein! Ich hol‘ mir vielleicht doch noch ein Matjesbrötchen am Hafen und lass die Gedanken mal ohne Bildschirm fließen. Die Welt da draußen bietet mehr als genug Anlass dazu! Ich mein‘… ich werd‘ hier nicht politisch: Weder Global, noch national. Aber: Die Welt bewegt Vieles. Uns bewegt Vieles… Es sind unruhige Nächte.
Aber für jetzt: Hab‘ einen schönen Sonntag! Genieß das Wetter, der Frühling naht!
Und vor Allem: Bleib neugierig!
Synthography by me
Artikel-Bild inspiriert von: Roy Fox Lichtenstein (* 27. Oktober 1923 in Manhattan, New York City; † 29. September 1997 ebenda)
Quellen:
Artikel auf generation-i.de
- Andy: M5 Max im 14-Zöller: Wenn das „Pro" für „problematisch" steht → M5 Max im 14-Zöller: Wenn das „Pro“ für „Problematisch“ steht
- Andy: Der Snow Leopard-Bluff: Apples Rückzug ins Reparatur-Depot → Der „Snow Leopard“-Bluff: Apples Rückzug ins Reparatur-Depot
- Mia: Tech Friday: KNX trifft Matter – Was steckt wirklich hinter den Smart-Home-Standards? → Tech Friday - KNX trifft Matter: Was steckt wirklich hinter den Smart-Home-Standards
- Andy: Apples Samba mit der brasilianischen Justiz → Apples Samba mit der brasilianischen Justiz
- Andy: Schichtwechsel im Wohnzimmer: Wenn der Toaster plötzlich zum Schöpfer wird → Schichtwechsel im Wohnzimmer: Wenn der Toaster plötzlich zum Schöpfer wird
- Apple stellt AirPods Max 2 mit H2-Chip vor → Apple stellt AirPods Max 2 mit H2-Chip vor
- Vom Tippfehler zum Playground: Apples 26.4-Updates → Vom Tippfehler zum „Playground“: Apples 26.4-Updates – Ein Hauch von Fortschritt im digitalen Vorgarten
- Zwischen den Threads KW11 → Zwischen den Threads KW11: „Von eifrigen Butlern, ehrlichen Würsten und dem Mut zum Weglassen“.
Im Text erwähnte Community-Mitglieder: Beyermann, djiwondee, Dampf, jensche.
Externe Quellen
- Hamburg Tourismus: Hamburgs beste Fischbrötchen → https://www.hamburg-tourism.de/magazin/hambur…fischbroetchen/
- Roy Fox Lichtenstein → https://de.wikipedia.org/wiki/Roy_Lichtenstein
Über den Autor
Holger ist seit Ende des letzten Jahrtausends in der IT-Branche tätig. Er bezeichnet sich selbst als:
Apple-Enthusiast.
Hobbykoch.
Nordlicht.
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