Schneider Electric will Shelly übernehmen: Was hinter den Übernahmegesprächen steckt
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Andy -
3. August 2026 um 10:06 -
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Was bislang bekannt ist
Shelly hat am Mittwoch (29. Juli 2026) per Pflichtmitteilung eingeräumt, dass vorläufige Gespräche mit Schneider Electric über ein mögliches Kaufangebot laufen. Auslöser war ein vorheriger Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, demnach Schneider über einen Kaufpreis von rund 70 Euro je Aktie verhandele. Bei diesem Preis käme Shelly auf eine Unternehmensbewertung von etwa 1,3 Milliarden Euro.
Wichtig für die Einordnung: Es handelt sich um keine verbindliche Offerte. Shelly selbst betont, dass sich der Prozess in einem sehr frühen Stadium befindet und keine Gewissheit darüber besteht, ob die Gespräche überhaupt zu einem konkreten Angebot führen – geschweige denn zu welchen Konditionen. Auch heise online bestätigt in seiner Kurzmeldung, dass weder ein konkretes Angebot noch ein möglicher Zeitpunkt für eine Übernahme feststehen.
Die Börse hat trotzdem reagiert: Die im SDAX notierte Shelly-Aktie sprang nach Bekanntwerden der Gespräche um rund 14 Prozent auf zuletzt etwa 66 Euro.
Wer ist Shelly – und warum ist die Marke bei Bastlern beliebt?
Shelly produziert ein breites Sortiment vernetzbarer Schalter, Dimmer, Sensoren, Leuchtmittel sowie Mess- und Steuergeräte fürs Smarthome und die Energiesteuerung. Der entscheidende Punkt, mit dem sich die Marke ihre treue Anhängerschaft erarbeitet hat, ist die lokale Steuerbarkeit: Die Geräte lassen sich ohne Cloud-Zwang direkt im eigenen Netz betreiben, etwa über eine offene API oder eingebunden in Home Assistant, ohne dass ein Server im Ausland mitreden muss. Genau das macht Shelly bei Homelab-Betreibern und Automatisierungs-Enthusiasten so attraktiv – und unterscheidet die Produkte von vielen Konkurrenten, die auf geschlossene Cloud-Ökosysteme setzen.
Wer ist Schneider Electric?
Schneider Electric ist ein international tätiger Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf Energieversorgung, Automatisierung und Gebäudetechnik. Zum Portfolio gehören unter anderem die Marken APC (unterbrechungsfreie Stromversorgung), Square D und Clipsal. Erst Ende Juni 2026 hatte der Konzern die Industrie-KI-Firma Cognite für rund 2,7 Milliarden Euro übernommen – Beobachter ordnen eine mögliche Shelly-Übernahme in dieselbe Plattform-Strategie ein, diesmal mit Fokus auf den privaten Haushalt statt auf die Fabrik.
Was eine Übernahme für Nutzer bedeuten könnte
Für alle, die ihr Zuhause mit Shelly-Komponenten automatisiert haben, ist die Nachricht mit gemischten Gefühlen verbunden. Einerseits gilt ein etablierter Konzern wie Schneider Electric als verlässlicherer Eigentümer als etwa ein Private-Equity-Investor. Andererseits gibt es in der Community Sorge, dass die für Shelly typische Offenheit – lokale Steuerung, keine erzwungene Cloud-Anbindung, günstige Preise – unter einem großen Konzern verloren gehen könnte.
Wie geht es weiter?
Aktuell bleibt vieles offen: ob überhaupt ein formelles Angebot folgt, zu welchem Preis und mit welchem Zeitplan. Bis dahin gilt: Shelly bestätigt lediglich Gespräche, kein Angebot. Wir behalten die Entwicklung im Blick und aktualisieren, sobald es Neuigkeiten gibt.
Quellen:
Artikelbild mit Hilfe von KI erstellt.
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