Der aktuelle Stand der AR-Brillen: Was der Markt bietet – und wohin Apple steuert
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Andy -
10. Dezember 2025 um 19:46 -
187 Mal gelesen -
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Was gibt es bereits auf dem Markt?
Meta Quest 3
Eines der derzeit beliebtesten Consumer-Geräte auf dem Markt. Sie kombiniert VR mit sehr guter Passthrough-Technik, wodurch sich virtuelle Objekte überzeugend in die reale Umgebung einfügen. Ideal für Gaming, Fitness und kreative Anwendungen.
Microsoft HoloLens 2
Ein professionelles AR-Gerät für Industrie, Medizin und Ausbildung. Es projiziert Hologramme direkt ins Sichtfeld, erkennt Hand- und Blickbewegungen und wird z. B. für Wartung, Remote-Support oder chirurgische Planung genutzt. Allerdings wird sie von Microsoft auch schon nicht mehr produziert und der Software-Support 2027 eingestellt. Ein teures Stück Elektroschrott also?
Ray Ban Meta Brille
Eine smarte Brille mit Kamera, Mikrofon und integriertem Assistenten. Kein „klassisches AR“, aber ein Wearable für Fotos, Livestreams, Navigation und KI-Features – mit Fokus auf Alltag statt Hologrammen.
Meta arbeitet parallel an vollwertigen AR-/MR-Brillen, die wie normale Brillen aussehen sollen. Der Start verschiebt sich jedoch weiter nach hinten, da die Technologie noch nicht reif ist. Aktuell liest man von 2027 für die Meta Orion.
Apple Vision Pro
Mit der Vision Pro verfolgt Apple einen anderen Ansatz: Weniger Gaming, mehr Produktivität und Medien. Das Gerät kombiniert AR und VR, wird gesteuert über Augen, Hände und Stimme und nutzt visionOS, ein speziell für räumliche Apps entwickeltes System.
Highlights:
- Virtuelle Arbeitsumgebungen & Monitore
- Hochwertige Medienerlebnisse (Filme, 3D-Videos, Fotos)
- FaceTime in 3D-Räumen
- Enge Integration ins Apple-Ökosystem
Vision Pro ist weniger eine „Brille“, sondern eher ein neuer Computer-Typ, ähnlich revolutionär wie das erste iPhone im Smartphone-Zeitalter. So zumindest der Traum und die Vorstellung von Apple selbst.
Wie geht es bei Apple weiter? Gerüchte und Berichte deuten an:
- Apple plant mehrere Geräteklassen (u. a. leichtere Brillen).
- Einige Projekte wurden umstrukturiert oder pausiert.
- Ziel bleibt jedoch klar: langfristig eine alltagstaugliche AR-Brille, die so selbstverständlich ist wie heute die AirPods.
Wofür eignen sich AR-Brillen?
Arbeit & Produktivität
- Virtuelle Monitore ersetzen physische Bildschirme.
- Ortsunabhängige Zusammenarbeit in virtuellen Räumen.
- Remote-Support: Experten sehen live, was der Techniker vor Ort sieht.
Industrie, Medizin & Ausbildung
- Reparaturanleitungen direkt im Sichtfeld.
- Medizinische 3D-Daten (CT/MRT) überlagern reale Patienten.
- Historische Orte oder Maschinen werden begehbar und interaktiv.
Unterhaltung & Gaming
- Immersive Spiele in gemischten real-virtuellen Umgebungen.
- Heimkino in der Brille – egal ob im Wohnzimmer oder Flugzeug.
- Interaktive Sportübertragungen mit eingeblendeten Infos.
Alltag & Assistenz
- Navigation durch Pfeile im Sichtfeld.
- Live-Übersetzungen von Gesprächen oder Schildern.
- Fotos, Videos und Livestreams direkt aus der Brille.
Wie könnten AR-Brillen unseren Alltag verändern?
Der Raum wird zum Bildschirm
Apps und Informationen schweben dort, wo man sie gerade braucht:
Einkaufslisten in der Küche, To-Do-Listen über dem Schreibtisch, Navigationspfeile auf der Straße...
Neue Bedienkonzepte
Statt Touchscreens:
- Blicksteuerung
- Finger-Gesten
- Sprachbefehle
Das verändert, wie wir mit Computern interagieren. Oder versucht es zumindest, zu verändern.
Neue soziale Regeln
Smarten Brillen haben aber auch hohes Konflikt-Potential:
Wie gehen wir mit Kameras im Gesicht um? Wann darf man filmen? Wie signalisiert man Privatsphäre?
Neue Umgangsregeln werden entstehen – ähnlich wie damals beim Smartphone.
Gesundheit & Komfort
Aktuell noch ein Thema: Gewicht, Hitze, Motion Sickness.
Leichtere Geräte werden hier viel verändern können.
Fazit: AR steht am Anfang – aber das Potenzial kann riesig sein
- Die heutigen Geräte sind beeindruckend, aber noch nicht endgültig alltagstauglich.
- Apple legt mit Vision Pro den Grundstein für eine räumliche Computerplattform.
- Andere Hersteller bieten bereits spezialisierte oder günstigere Alternativen.
- Mit jeder Generation werden Geräte leichter, günstiger und leistungsfähiger.
Ich konnte selber schon die Vision Pro testen und ausprobieren. Und mein erster Eindruck war fast pure Begeisterung. Etwas eingeschränkt war ich dadurch, dass die Demo nicht bei Apple gemacht wurde und ich so keine angepassten Linsen verwenden konnte. Dennoch war das Bild schärfer, als ich vermutet hätte.
Das Gefühl kann man aber auch schwierig beschreiben, man muss es selbst erlebt haben. Ich erinnere mich gut an die Demo, bei der man den Arm ausstreckt und ein Schmetterling auf der Hand landet. Da hatte ich wirklich das Gefühl, ich würde die Berührung spüren. Einen Vergleich zu den anderen Herstellern habe ich aber nicht. Somit gilt für meine Meinung: Durch die Apple-Brille gesehen.
Was bis jetzt für die meisten gegen die Vision Pro spricht: Der Preis. Das wird sich aber - wenn man die Gerüchte verfolgt - auch bei der nächsten Generation nicht so sehr verbessern, dass es plötzlich ein Verkaufsschlager werden wird.
Und, auch wenn ich die o.g. Sachen meist für gut halte, ist die Vision Pro - wie auch alle anderen genannten Modelle - eine One-Man-Show. Ich kann mich auf die Couch setzen und den Kinofilm sehen - was machen aber meine Kinder und die Frau?!
Hinzu wird noch kommen, dass manche schon jetzt Probleme haben, eine normale Brille zu tragen. Und sei es nur aus ästhetischen Gründen und sie finden das einfach störend. Kann man diese Leute dann überzeugen, eine Brille zu tragen? Wird es für Brillenträger einfach, diese Brillen mit ihrer Sehstärke zu bekommen und dann auch günstig umzurüsten, wenn sich die Sehstärke geändert hat?
Und dann kommen noch so Faktoren wie: Will man das Gerät acht Stunden auf dem Kopf tragen, wenn man es für seine berufliche Tätigkeit nutzt? Ich denke, nicht. Da muss es dann schon in Richtung der normalen Brille gehen. Und bekommt man in die normalen Gläser die Technik, die einem jetzt die Vision Pro zeigt? Ich glaube, das wird nicht in den nächsten zehn Jahren passieren.
In einigen Jahren könnten AR-Brillen aber genauso selbstverständlich sein wie heute Smartphones – und unseren digitalen Alltag grundlegend verändern. Spekulation, aber das iPhone und andere Mobiltelefone werden uns noch einige Jahre begleiten. Und das ist ja nicht schlecht.
Das Titelbild des Artikels wurde mit KI-Unterstützung erstellt.
Über den Autor
Ich habe generation i mit ins Leben gerufen, um Technik mit Verstand zu begleiten.
Apple-Fan? Definitiv. Aber immer mit dem kritischen Blick eines Gründers, dem Substanz wichtiger ist als jeder Hype.
Ich sorge für den richtigen Rhythmus zwischen Innovation und echtem Nutzen.
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