Apple öffnet Proximity Pairing aufgrund des Digital Market Acts
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Stephan -
January 7, 2026 at 10:09 AM -
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Wer kennt es nicht, man will einen Bluetooth Kopfhörer eines Drittherstellers koppeln, und stellt fest, dass dies meist alles andere als komfortabel ist. Doch damit wird für Nutzerinnen und Nutzer innerhalb der Europäischen Union dank des Digital Markets Act mit iOS 26.3 Schluss sein.
Drittanbieter erhalten Zugriff auf zentrale Funktionen
Dank NFC lassen sich Kopfhörer mit Android-Geräten mühelos koppeln. iPhone Nutzerinnen und Nutzer mussten hingegen bei Zubehör anderer Hersteller einen Umweg über die Bluetooth-Einstellungen machen, was viele als umständlich empfanden und sie dazu veranlasste, lieber direkt auf Apple-Kopfhörer zurückzugreifen. Der Konzern setzt nämlich nicht auf NFC, sondern auf das sogenannte Proximity Pairing, eine Funktion, die bisher ausschließlich den eigenen Airpods vorbehalten war.
Wettbewerbsnachteil für Apples Konkurrenz
Die EU sieht in diesem abgeschotteten System einen Wettbewerbsnachteil für Apples Konkurrenz und hat dem amerikanischen Tech-Giganten eine Frist bis Ende 2025 gesetzt, um Proximity Pairing auch für Drittanbieter zugänglich zu machen.
Update kommt mit iOS 26.3
Mit der aktuellen Beta-Version von iOS 26.3 kommt Apple dieser Vorgabe nun nach. Die EU-Kommission begrüßte diesen Schritt ausdrücklich und wertete ihn als weiteren Erfolg des Digital Markets Act. Die 2022 verabschiedete Verordnung zielt darauf ab, große Plattformen wie Apple, Google, Meta und Amazon stärker zu regulieren und so für mehr Transparenz, faire Wettbewerbsbedingungen und technologische Offenheit zu sorgen.
Auch Smart Watches profitieren
Neben der Öffnung von Proximity Pairing wird es iOS 26.3 erlauben, Smart Watches von Drittherstellern komfortabler zu verbinden, und Push Notifications auf diese weiterzuleiten. Eine Einschränkung ist jedoch, dass dies nur mit einem Gerät möglich sein wird.
DMA nicht ohne Kritik
Grundsätztlich kommt der Digital Markets Act in vielen Bereichen der Kundschaft entgegen. Allerdings wird auch oft kritisch angemerkt, dass eine Überregulierung dazu führen könnte, dass neue Entwicklungen gebremst werden. Apple selbst argumentierte immer wieder mit der Aussage, dass sie keine Technologien entwickeln und die Kosten dafür tragen wollen, während die Konkurrenz diese kostenlos nutzen kann.
Randnotiz: Die Situation in der Schweiz
Wie schon bei der Einführung der alternativen App Stores sowie Apple Intelligence ist Apple bekannt dafür, die Grenzen der EU sehr exakt nachzuzeichnen. Da die Schweiz kein Mitglied der Europäischen Union ist, ist davon auszugehen, dass die Schweizer Kundschaft nicht von dieser Öffnung profitieren wird.
Quelle: t3n.de
Hinweis: Allfällige Bilder in den News wurden urheberrechtsfrei durch KI erstellt.
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Apple Nerd seit 2006 und Tech-Enthusiast
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