Ich bau mir meine Software nun selber - Software mit Claude Code

  • Ein Traum ist wahr geworden und das hier könnte ein längerer Text werden.

    Ich bau mir meine macOS und iOS Software endlich selber

    Seit Kindestagen, naja eher Jugendjahren und dem seligen Commodore C64 wollte ich immer schon "Programme schreiben". Ich wusste viel über die Theorie dahinter, habe wie viele die Listings aus der C64 Zeitschrift mühevoll abgetippt, habe mir stapelweise "jetzt lerne ich programmieren" Bücher gekauft aber am Ende war ich doch zu faul, zu blöd, zu fahrig um es je zu können. Es war mir alles zu kompliziert, zu langweilig und einfach nicht greifbar diese merkwürdigen Befehle und Logiken.

    Nun, viele, viele Jahre später, wir schreiben Sternzeit 28-09-2026 erzählte mir ein Freund aus Österreich, seines Zeichens ein sehr guter Programmierer in der Windows Welt, dass er seine alte Software von früher grad neu auflegt und das alles in Rekordzeit gegenüber den alten Zeiten. Er sagte mir, dass er das mit Claude Code mache und das er wohl bald arbeitslos sein wird wenn die Entwicklung im KI Bereich so weiter gehe. Er machte mich neugierig aber nicht wirklich euphorisch neugierig. Eher so ein: "naja, ich kann mir das ja mal anschauen" neugierig. Ich lud die Claude App auf meinen Mac herunter, meldete mich bei Claude an und buchte einen 15 Euro Monatstarif.

    PENG - Ab hier änderte sich bei mir alles

    Mein allererster Versuch bestand darin, dass ich im Claude Code Chatfenster rein tippte: Ich will nicht selber programmieren, ich will es auch nicht lernen, bau mir bitte einen MP3 Player für den Mac. Claude antwortete, dass mir die Entwicklerwerkzeuge auf meinem Mac fehlen würden wie X-Code usw.... Er könne mir die Links zeigen und müsse nur auf install klicken und im Terminal ein paar Zeilen einfügen und bestätigen. Die genaue Reihenfolge weiss ich nicht mehr. Jedenfalls besorgte Kollege Claude alles was für einen ordentlichen Programmierer am Mac wohl gebraucht wurde. Ich war (und bin es immer noch) völlig ahnungslos was der da machte.

    Nachdem das alles installiert war und ein Projektordner für Claude auf dem Mac eingerichtet war, fragte mich mein neuer Freund Claude, ob er nun den MP3 Player bauen soll. Ich antwortet mit "ja" und der Zauber begann. Zwei Minuten später hatte ich eine funktionsfähige Mac Anwendung auf meinem Mac. Ein MP3 Player der sogar gar nicht soo schlecht aussah und einfach auf Anhieb funktionierte. Ich war fassungs- und sprachlos.

    Ich wurde mutiger und fragte ob der den MP3 Player nicht optisch so bauen könne wie den guten, alten WinAmp MP3 Player von früher. Claude bejahte, rödelte wieder ein paar Minuten herum und startete tatsächlich sowas wie WinAmp auf meinem Mac. Optisch nachgebaut wie Claude betonte. Ich bastelte noch eine Playlist und andere Funktionen hinzu, machte noch Feintuning an Buttons, Form und Farbe... alles nur durch simples erklären in ein Chatfenster.

    Ab jetzt gab es kein Halten mehr... Ich war infiziert und die nächsten Tage und Nächte hockte ich Tag und Nacht vor dem Mac. Das Claude Abo wurde auf ein 180 Euro Monatsabo hochgeschraubt weil die 15 Euro Version für meine wilden Ideen schon nach kurzer Zeit nicht mehr ausreichte. Mit 90 Euro Tarif wäre ich aber bei meiner derzeitigen Usage auch ausgekommen. Ich baute in nicht mal einer Woche eine voll funktionsfähige DJ Software mit allem was ich früher an DJ Software vermisst hatte und mit Funktionen die nur mir wahrscheinlich gefallen. Diese Anwendung ist mittlerweile so gut geworden, so schnell und stabil, dass ich daraus ein eigenes kleines Business machen werde.

    Dann begann ich eine ERP Software für meinen Betrieb zu bauen. Und zwar massgeschneidert für unsere Arbeitsabläufe. Am Anfang war diese Anwendung noch ganz rudimentär. Mittlerweile ist es ein nahezu perfekter Maßanzug für meine Firma geworden. Inkl. Aussendienstler App für iPad und iPhone mit allen Features die den Aussendienstler und mich glücklich machen. Automatische wird nun nahezu alles von dieser Anwendung erledigt wofür ich bisher Stunden an Zeit brauchte. Berichte der Aussendienstler sichten, zusammen fügen, ergänzen, den korrekten Ansprechpartnern bei den Kunden mailen. Dazwischen die ganze andere Arbeit wie Angebote erstellen, Bestellungen prüfen und rausschicken... und und und... Extrem viel konnte ich nun in meiner eigenen Mac Anwendung vollkommen automatisieren. Bis hin zu einer nahezu völlig automatisierten Buchhaltung die sogar die Belege der Aussendienstler, die diese über meine neue App direkt an die Anwendung knipsen und senden, verarbeiten und korrekt buchen kann.

    Es ist mittlerweile eine sehr mächtige Software geworden. E-Rechnung mit allen Schikanen ist integriert und auch ankommende E-Rechnungen werden automatisch auf Einhaltung aller gültigen Normen untersucht und alles für jede Rechnung auch dargestellt. Es ist der Wahnsinn was alles geht. Und die Ideen reissen natürlich nicht mehr ab. Claude setzt alles um was mir bisher einfiel. Noch nicht einmal ist die Anwendung abgestürzt oder machte sonstige Probleme.

    Was nicht heisst, dass es keine Fehler gibt. Die gibt es zuhauf. Man muss Claude schon sehr genau sagen was man will sonst macht er halt nur das was man ihm sagt. Ich habe z.B. eine 1:1 Nachbildung von Apple Mail in meine Anwendung integriert. Dass man auch mehrer Mails markieren möchte - muss man Claude halt sagen, sonst geht es eben nicht. Man muss also Geduld haben und sich für das feinpolieren und optimieren Zeit lassen. Das braucht mehr Zeit als das Grundgerüst aufzustellen.

    Was ich am Ende sagen möchte:

    Noch vor 14 Tagen hatte ich keinerlei Ahnung davon wie programmieren funktioniert. Und die habe ich immer noch nicht. Aber ich muss es auch nicht mehr wissen. Ich habe endlich das Werkzeug um meine jahrelang gefangenen Ideen 1:1 umzusetzen wie ich sie immer schon machen wollte. "Echte Programmierer" mögen die Nase rümpfen. Aber viel von denen werden in absehbarer Zeit - wenn nicht schon jetzt - schlicht nicht mehr gebraucht. Nur die Besten wird man weiterhin brauchen. Es gibt nun die Werkzeuge für alle.


    Mittlerweile bin ich sogar offizieller Apple Developer (dafür kassieren sie pro Jahr übrigens 99 Euro) und meine ersten Apps sind im App Store von Apple (nicht öffentlich, da sie nur für meinen eigenen Betrieb gedacht sind). Nach nicht einmal 14 Tagen und wer einmal eine App in den Apple Store gebracht hat, weiss wie anspruchsvoll Apple ist und wie schwierig es ist, die Software dort hinein zu bekommen. Ohne die Hilfe von Claude hätte ich das nie geschafft. Er wusste wo ich hin muss, was ich Apple schreiben muss, wie ich was in der App machen muss, damit Cupertino sie akzeptiert. Hat übrigens auch nicht auf Anhieb geklappt. Apple hatte ein Problem im Code entdeckt den sie nicht so im Store haben wollten. Dann musste das zunächst mit Apple diskutiert und schlieslich abgeschwächt doch etwas geändert werden. Claude ist sehr geduldig in solchen Dingen.

    Wer es probieren möchte: Sei gewarnt. Das Ganze hat Spielsuchtpotential! Das meine ich ernst. Wen es packt, der hört nicht mehr auf. So geht es vielen dieser sog. Vibe Codierer. Man kann nicht mehr aufhören weil man ständig und alle paar Minuten eine neue Erfolgsmeldung präsentiert bekommt und sieht wie das eigene Baby wächst und wächst. Da wird wohl reichlich Dopamin ausgeschüttet. Ich selber schütze mich nun mit festen Zeiten an denen ich raus gehen muss... Man kann Claude ja auch von unterwegs via Claude App weiter bedienen 8o


    Der Link zur Sucht - überlege gut ob Du dort hin gehst

    Für 'nen Apple und ein i

  • Olli Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht. Finde ich toll.

    Gerade, weil man auch hier wieder sieht, dass KI sinnvoll genutzt werden kann.

    Klar, Entwickler bekommen ein Problem. Aber sie werden nicht arbeitslos werden - das verlagert sich. Aber sie sind nicht mehr unantastbar…

    Du hättest dir all das auch maßgeschneidert programmieren lassen können und hättest wie viel bezahlt? Mit dem Hintergedanken, dass das auch von Claude kommt - du es aber nicht so offensichtlich weißt.

    Du könntest jederzeit hergehen und deine Apps mit anderen teilen, z.B. den MP3-Player. Für die DJ-Software steht das ja schon in der Warteschlange, so wie ich das verstanden habe.

    Bei der maßgeschneiderten Unternehmenssoftware eher weniger - aber eventuell überlegt man bald oder irgendwann: Paar Sachen anpassen und als allgemeine Software veröffentlichen?

    Wir waren in der Firma auch auf der Suche, die Personalplanung mit einer guten Software zu lösen. Aber irgendwie hatte alles Haken - und manchmal keine Ösen. Und die passende war einfach auch teuer. So kam ich irgendwann drauf, dass man das auch selbst machen könnte - und begann, die Grundlagen zu schreiben (PHP/JavaScript). Und schnell kam dann auch ein LLM (ich meine , das ging von ChatGPT zu Gemini) dazu und letztlich Claude. Und es wurde ein mächtiges Stück „Software“, das in unserer Firma vieles erleichtert. Und natürlich wird es auch immer wieder angepasst und erweitert.

    Und ich ertappe mich immer wieder dabei, für bestimmte Dinge zu überlegen: Kann man das nicht auch selbst machen? Also die Anwendung dafür. Und seien es nur kleine Dinge, die man so vereinfachen kann. Und meist ist es dann eigentlich ein Ja.

    Schau mal hier:

    Das ist die Software, die von Adobe „abgeschaut“ wurde, oder?

    MacBook Pro 14" (M4 2024) 16GB Ram, 512 GB SSD
    iPhone 17 Pro 256 GB Cosmic orange  iPad Pro M4 13" 256GB WIFI + Cellular, schwarz  Magic Keyboard  Pencil Pro
    Apple TV 4k  HomePod & HomePod minis  Apple Watch 9 45 mm (GPS + Cellular)

  • Cooler Bericht.

    Stark.

    Ich frage mich auch, warum ich 2017/2018 Kurse bei Apple mit gemacht habe, um Programmieren zu lernen / SWIFT zu vertiefen. Aber da wusste man von KI / AI noch nichts. Ich nutze auch AI Unterstützung, aber kein Claude. Ist das so deutlich besser? Ich habe die 8€ ChatGPT Version und bin da schon ein paar mal an arge Grenzen gekommen. Da ist mit die AI Unterstützung von Xcode lieber und deutlich angenehmer, kann ich direkt im Programm bleiben, wenn ich da was ändern muss. Wo ich sie aber nutze, und immer wieder mal 6 Stunden warten muss, weil Kontingent verbraucht ist. Grafikdesign. Das kann ich nicht, und übernimmt ChatGPT für mich.

    Claude hatte ich vor Monaten mal angesehen, bin aber gar nicht mit den "Token" klar gekommen, die da immer bezahlt werden wollten.

    Aber es ist schon verrückt, wie viel Spaß das machen kann. Ich versuche, mein (rudimentäres) Coding-Wissen nicht noch mehr einrosten zu lassen, aber dennoch ist die AI wahnsinnig hilfreich.

     iPhone 18 Pro Max deep black  Apple Watch Ultra 4  iPad Air M4 13" 512GB  MacBook Air M3 16/512GB  11 HomePod mini  Apple TV 4K  AirPods Max USB-C  AirPods Pro 3  AirPods 5 Wireless Case

  • Ich will nicht selber programmieren, ich will es auch nicht lernen,

    Noch vor 14 Tagen hatte ich keinerlei Ahnung davon wie programmieren funktioniert. Und die habe ich immer noch nicht. Aber ich muss es auch nicht mehr wissen. Ich habe endlich das Werkzeug um meine jahrelang gefangenen Ideen 1:1 umzusetzen wie ich sie immer schon machen wollte. "Echte Programmierer" mögen die Nase rümpfen. Aber viel von denen werden in absehbarer Zeit - wenn nicht schon jetzt - schlicht nicht mehr gebraucht. Nur die Besten wird man weiterhin brauchen. Es gibt nun die Werkzeuge für alle.

    Vorweg, ich bin weder Programmierer, noch verfüge ich über einige Grundkenntnisse, kann aber deine Begeisterung durchaus verstehen.

    Aber wie sieht es bei dieser mittels KI entstandener mit der Sicherheit etc. aus? Schließlich verfügst du nicht über entsprechende Kenntnisse und vertraust einer künstlichen Intelligenz.

    Ich würde zumindest nie eine Software nutzen die von einer KI entwickelt wurde.

    iPhone 17. 256 GB . schwarz | Spigen transparent | Lowepro ProTactic CS Phone III iPhone 8

    Gruß Markus

  • Ich bin der Meinung, dass die KI sowas sogar besser kann, als es menschliche Programmierer machen (klar, es wird vielleicht Ausnahmen geben).

    Beispiele? Es werden aktuell viele Bugfixes und Updates geliefert, weil die LLMs eben Fehler und Lücken im Quellcode finden. Schneller als Menschen.

    Nie eine KI-entwickelte Software nutzen wird schwierig. Du hast ein Smartphone in der Hand und dessen Betriebssystem ist nicht 100% aus Menschenhand erschaffen.

    MacBook Pro 14" (M4 2024) 16GB Ram, 512 GB SSD
    iPhone 17 Pro 256 GB Cosmic orange  iPad Pro M4 13" 256GB WIFI + Cellular, schwarz  Magic Keyboard  Pencil Pro
    Apple TV 4k  HomePod & HomePod minis  Apple Watch 9 45 mm (GPS + Cellular)

  • Es geht ja auch um entsprechenden Support. Du kennst ja sicherlich die Problematik bei WoltLab, dass dort im Store inzwischen Plugins eingereicht werden, die ausschließlich mittels KI entwickelt wurden und soweit erkennbar auch abgelehnt werden.

    iPhone 17. 256 GB . schwarz | Spigen transparent | Lowepro ProTactic CS Phone III iPhone 8

    Gruß Markus

  • Es geht ja auch um entsprechenden Support.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass z.B. Claude mir hier schon auch hilft. Wenn es Probleme gibt, dann beschreibe ich das Problem so, wie es ein Nutzer macht und ich bekomme i.d.R. eine zuverlässige Antwort inclusive der Lösung.

    die ausschließlich mittels KI entwickelt wurden und soweit erkennbar auch abgelehnt werden.

    Und dieses „soweit erkennbar“ wird problematisch: Wie will man es wirklich zuverlässig erkennen?

    MacBook Pro 14" (M4 2024) 16GB Ram, 512 GB SSD
    iPhone 17 Pro 256 GB Cosmic orange  iPad Pro M4 13" 256GB WIFI + Cellular, schwarz  Magic Keyboard  Pencil Pro
    Apple TV 4k  HomePod & HomePod minis  Apple Watch 9 45 mm (GPS + Cellular)

  • Ich habe mittel ChatGTP zwei Websites gebastelt um Daten so zu konvertieren, dass die Software meiner Firma diese nun einlesen kann.

    Dann noch eine Seite die Geoinformationen aus GeoTiff liest und Wrld-Dateien erzeugt. Die Software meiner Firma kann GeoTiff nicht ohne World-Dateien georeferenzieren.

  • Danke für Eure Antworten. Ich versuche mal darauf einzugehen

    Zum Verständnis nochmal: Mein Freund Claude "programmiert" direkt auf meinem Mac meine Projekte und das ausschliesslich nur für macOS und iOS in Apples Entwicklungsumgebung X-Code. Die verwendete Programmiersprache ist Swift von Apple. Andere Dinge habe ich noch nicht ausprobiert und auch kein Verlangen. Claude kümmert sich auch um Versionisierung meiner Soft bei Github, macht Backups, erstellt alle notwendigen Schriftstücke wie Change Logs, Anleitungen, Technische Unterlagen. Am Ende kümmert sich Claude auch drum, dass Apple alles akzeptiert, meine Software signiert, in ihren Apple Store platzieren lässt usw. Ich muss lediglich hier und da mich bei Apples ins Busines Konto einloggen oder in andere Apple Accounts und Dinge bestätigen an die Claude aus Sicherheitsgründen nicht heran kommt. In meine Apple Konten kommt die KI nicht. Da muss man also immer mal mit eingreifen.

    Zitat

    Du hättest dir all das auch maßgeschneidert programmieren lassen können und hättest wie viel bezahlt? Mit dem Hintergedanken, dass das auch von Claude kommt - du es aber nicht so offensichtlich weißt.

    Ich hatte das tatsächlich vor zwei Jahren angefragt. Und dabei wäre es eine Software gewesen die nicht annähernd das kann, was meine jetzt drauf hat. Hauptsächlich ging es da darum deren schon vorhandene ERP Software um ein wenig Aussendienst Features zu erweitern und ein paar kleinere Anpassungen damit es geschmeidiger in unsere Arbeitsabläufe passt. Das Angebot belief sich dann auf 25.000 Euro netto plus der Ansage, dass das nur ein Richtwert sei und es auch mehr werden könne. Und die Entwicklungszeit hätte Monate betragen. Zu dem Zeitpunkt arbeitete ich noch mit Ninox und einer von mir selbst gebauten Ninox Anwendung (eigentlich auch schon was wie eine Software, Ninox ist eine Low Code Datenbank). WIe auch immer: Völlig absurd, dass ich soviel Geld für eine Software ausgeben würde. Zumal Software die andere machen, niemals so gut passt wie eine die man für sich selber macht. Weil es gar nicht möglich ist anderen zu 100% seine Wünsche zu vermitteln und sich andere da auch nicht zu 100% hineinversetzen können.

    Zitat

    Claude hatte ich vor Monaten mal angesehen, bin aber gar nicht mit den "Token" klar gekommen, die da immer bezahlt werden wollten.

    Ich habe einfach eines der normalen Monatsabos abgeschlossen (zur Zeit 180,- pro Monat, nächsten Monat das 90,- pro Monat). Das ist ein Preisdeckel der nach einem bestimmen Token Verbrauch Schluß macht. Da gibts einmal so ein 5 Stunden Fenster. Wenn das vor den 5 Stunden verbraucht sind, muss man bis zu der 5. Stunde warten und es wird wieder resetet. Dann hat man wieder 5 neue Stunden. Dann gibts noch ein Wochenfenster, das funktioniert genauso: sind die Token verbraucht muss man bis zu dem Termin warten bevor wieder resetet wird. Es gibt dann noch Token für Cloud Sitzungen, das habe ich aber auch nicht begriffen und brauche ich aber aktuell auch nicht. Dann gibts noch Zahlunge die man für API Geschichten zahlen muss. Wenn man z.B. künstliche Intelligenz in seine Anwendung einbaut und da intern auf Claude (oder andere Anbieter) mittels API zugegriffen wird, kostet das dann Geld. Habe ich bisher aber nichts von eingebaut. Mit meinem 180 Euro Monatsabo komme ich nicht ansatzweise an die Verbrauchsgrenzen bei meinen derzeitigen Projekt. Und es hängt auch vom Modell ab welches man zum denken einsetzt. Ich habe Opus 5.5 laufen und bin zufrieden. Es gibt auch Fable 5.1 das zieht einem aber die Token so schnell ab, dass einem schwindlig wird - bei keinem besseren Ergebnis. Das scheint für richtig harte Nüsse eher geeignet zu sein.


    Zitat

    Es geht ja auch um entsprechenden Support.

    Claude ist ein sensationeller Supporter. Er fixt geduldig eigene Fehler aber auch Fehler die durch mein unstruktuiertes Bauen entstanden sind. Ich habe ihn auch gebeten ein 1A Sicherheitssystem für meine ERP Software zu bauen. Eine 1000% sichere Backup Strategie, idiotensicher und zu 100% auf jedem frischen Mac wieder zurückholbar für den Fall der Fälle. Hat er gebaut. Kleinigkeiten an der Software ändern: Macht er. Fragen: werden beantwortet. Claude hat mir eine schön gestaltete Bedienungsanleitung für mein eigenes Tool gestaltet, das hätte ich nicht besser machen können. Diese wird nun ständig mit gepflegt.

    Testweise habe ich auch Chat GPT mal an Claudes Werk gelassen zum schauen was so davon gehalten wird vom Code. Denn Claude erzeugt ja ganz normales X-Code / Swift Zeug, so wie es auch ein menschlicher Programmierer tun würde. Jeder der Ahnung hat könnte damit meim Tool weiter entwicklen, Da liegt also nichts in einer Blackbox. Claude übernimmt lediglich die Arbeit des (fehlenden) Programmierers auf meinem Mac. Jeder Programmierer oder auch jede andere KI könnte an meinem Projekt einfach weiter arbeiten.

    Ich habe mittel ChatGTP zwei Websites gebastelt um Daten so zu konvertieren, dass die Software meiner Firma diese nun einlesen kann.

    Das hatte ich alles gar nicht erwähnt: Das habe ich auch gemacht. Mittlerweile hat Claude unsere gesamte Webseite relauncht, in unserem Firmendesign und auch gleich alles eingebaut damit meine Software mit der Webseite interagieren kann. Von Supportanfragen die direkt in mein integriertes Ticketsystem gehen bis zur Einbindung von Apple Karten um sofort Entfernungen zum Kunden zu berechnen usw. Die Aussendienstler erhalten mit dieser Technik auf Ihre Apps passende Hinweise wo das nächste Hotel in Kundennähe ist usw. Eine integrierte Routenplanung berechnet den Jungs nun in Sekunden die optimalsten Fahrtrouten zu den Kunden inkl. der Hotels. Allein das ist schon eine App allein wert. Ist bei mir nun einfach integriert.


    Zitat

    Aber wie sieht es bei dieser mittels KI entstandener mit der Sicherheit etc. aus? Schließlich verfügst du nicht über entsprechende Kenntnisse und vertraust einer künstlichen Intelligenz. Ich würde zumindest nie eine Software nutzen die von einer KI entwickelt wurde.

    Dann darfst Du gar keine Software mehr nutzen. Man weiss bei keiner Software was da eingebaut wurde oder nicht. Und ja ich vertraue da einer künstlichen Intelligenz. Und mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich der anscheinend mehr vertrauen kann als menschlichen Abgründen denen ich in den Jahren zuhauf begegnet bin. Das Risiko nehme ich also gern in Kauf.

    Zudem: Ich stelle die Software in Apples Store (auch meine in den sogenannten Private Bereich wo Firmen Apps reinstellen sie nur für sich nutzen) Apple prüft jedes Stück Software welches man da rein stellen will sehr intensiv auf Sicherheit und drehen alles auf links bevor sie eine Software zulassen. Alles was nur ansatzweise faul ausschaut lehnen sie gnadenlos ab.

    Und weiter: Was da gebaut wird bestimme allein ich! Ich lasse mir kein fertiges Stück Software bauen, ich konstruiere jedes Detail selber und lasse dann genau dafür einen Codeabschnitt schreiben. Ich feile an jedem Detail selber stundenlang herum. Das was Claude für mich macht, ist das in Code umzusetzen. Ich mache das jedenfalls so. Sicher gibts nun auch genügend die einfach sagen: "bau mir eine ERP Software" und fertig. Ich sehe das als Werkzeug. Endlich ein Werkzeug welches ich schon viel früher gern gehabt hätte. Denn das was Claude nicht hat: Ideen und Kreativität. Die habe ich aber. Und nur wenn das beides zusammen kommt, kann da Großartiges entstehen. Wenn jemand von einem Gebiet keine Ahnung hat aber dafür eine Software mit KI machen will, dann wird die Müll werden. Weil man der KI schon übermitteln muss was die zukünftige Soft können muss. Wer das nicht kann, der bekommt rudimentären Müll von der KI zurück geliefert - weil auch sie kein Fachmann in Detailfragen ist.

    Und generell war ich schon immer risikofreudig. Sonst wären meine Unternehmen auch gescheitert. Ohne gewisse Risiken zu wagen kommt kein Erfolg zustande.


    My Cents:

    Aufzuhalten ist die Entwicklung nicht mehr. Und wenn man bisher nach einer passenden Software gesucht hat, dann baut man sich diese eben jetzt selber. Das wird völlig normal werden. Wer wirklich gute Software entwickelt, wird diese auch weiterhin verkaufen können.

    Sicher wird diese KI Entwicklung auch für eine Schwemme an Müllsoftware sorgen. Aber das ist auch bei anderen Dingen so. Als sich MP3 etablierte gab es auf einmal eine Schwemme von sog. DJs auf dem Markt der vorher klein, überschaubar und gut bezahlt war (weil man sich damals Musik noch kaufen musste). Jeder ist heute auf Youtube und Co. sein eigener Fernsehproduzent und es wird massenweise Content erzeugt weil es heute die Werkzeuge dafür gibt. Im Baumarkt laufen auch viele herum, die sollten das Heimwerken lieber sein lassen und machen es trotzdem weil es doch die tollen Akkugeräte gibt.

    Für 'nen Apple und ein i

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!