Das ist natürlich die günstigste Variante mobil zu sein.
Bitte nicht falsch verstehen, nichts gegen die Dienstwagenfahrer, es ist ein politisches Thema wie unser Land und unsere Wirtschaft funktioniert: die Kehrseite der Medaille beim Firmenleasing ist, dass damit in Deutschland Kosten im großen Stil über Steuergelder sozialisiert werden um die deutsche Autoindustrie und ihre zu teuren Produkte zu unterstützen; also der Ast auf dem viele sitzen. Das Geld fehlt in anderen Kassen.
Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Man zahlt auf den jeweiligen prozentualen Anteil, welchen man fiktiv auf sein Gehalt gerechnet bekommt, Sozialabgaben. Sowohl im ersten Step als eventuell auch nachgelagert im 3 und 5 Steuermodell im Rahmen der Steuererklärung in Form einer Nachzahlung.
Dazu hat man mehr Nettogehalt zur Verfügung, weil man kein eigenes Auto finanzieren bzw. kaufen muss. Dementsprechend kann man mehr Geld ausgeben, welches dann auch wieder mit jeweils 19% Steuern in den Kassen landet.
Wenn man nun bei manchen Arbeitgebern, weil man vielleicht dort wohnt, wo die Verkehrslage im Rahmen der ÖPNV so gut sind, dass man ohne Auto teilweise besser durch die Stadt, zur Arbeit etc kommt, dann bekommt man hierfür mehr Bruttogehalt und zahle dementsprechend auch wieder mehr Abgaben.
Natürlich gibt es Jobs die kaum bis keine Reisetätigkeit beinhalten, quasi nur für Fahrten von zu Hause zum Büro, hier muss man dann allerdings auch wieder die Strecke zum Büro extra pro Kilometer versteuern.
Beispiel ohne und mit einem Firmenwagen mit Listenpreis von 50.000 Euro.
5000 Euro brutto ohne 1% Firmenwagen, Steuerklasse 1 - NRW - Keine Kinder - 3081 Euro netto - Abgabenanteil 1918 Euro
5000 Euro brutto mit 1% Firmenwagen fiktiv 5500 Euro, Steuerklasse 1 - NRW - Keine Kinder - 2823 Euro netto - Abgabenanteil 2176 Euro
Sprich 258 Euro mehr in den Sozialkassen.
Bei einem Hybrid hat man 2953 Euro netto bei 5250 Euro brutto - Abgabenanteil 2046 Euro
Bei einem E Wagen 3017 Euro nett bei 5125 Euro brutto - Abgabenanteil 1982 Euro
Das sind Beispiele ohne Berechnung von Versteuerung des Weges zum Büro.
Hat man bei einem Verbrenner zum Beispiel 25 Kilometer zum Büro, dann sinkt das Netto auf 2628 Euro, das sozialversicherungspflichtige Gehalt auf 5875 Euro und der Abgabenanteil steigt auf 2371 Euro.
Der pauschale Gedanke in Bezug auf diese Form der Autos ist dementsprechend nicht ganz so zutreffend. Dazu kann der Arbeitgeber die Leasingraten und weiteren Kosten absetzen, in der Regel liegen die Leasingwagen über dem zu versteuernden Anteil.
Und auch der Arbeitgeber die Kosten absetzen kann, so verdient jemand anderes wieder an den Ausgaben für ein Auto, Tankstellen, Werkstätten, das Autohaus. Diese können dann wieder ihre Mitarbeiter bezahlen, welche ihre Gehälter auch wieder in den Wirtschaftskreislauf einbringen.