Das Decokee Quake: Dein neuer KI-gestützter Desktop-Copilot zum Anfassen
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Andy -
1. Februar 2026 um 17:13 -
438 Mal gelesen -
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Stell dir vor, die Intelligenz von ChatGPT oder Gemini säße nicht nur versteckt in einem Browser-Tab, sondern direkt vor dir auf deinem Schreibtisch – in einem edlen Gehäuse, das deinen Workflow aktiv unterstützt. Genau diesen Ansatz verfolgt das Startup Decokee mit dem Quake. Es ist mehr als nur ein zweiter Bildschirm*: Es ist eine physische Kommandozentrale, die Ordnung in das tägliche Fenster-Chaos bringt und KI-Unterstützung für jeden greifbar macht.
Ein Schmuckstück für den Schreibtisch: Design & Hardware
Schon beim ersten Anblick fällt auf, dass das Decokee Quake kein gewöhnliches PC-Zubehör ist. Das Gehäuse ist aus einem soliden Block Aluminium (CNC-gefräst) gefertigt, was ihm eine hochwertige Haptik verleiht. Mit seinen Maßen von 311 × 72 × 23,4 mm passt es perfekt zwischen Tastatur und Monitor. Besonders cool: Die transparente Rückseite, die an das Design von Nothing erinnert und Technik-Fans einen Blick ins Innere gewährt. Auch wenn man nicht viel sieht - selbst man draufsieht. Bei der normalen Nutzung wird man es sowieso nicht sehen. Eventuell ist die Glasabdeckung auch günstiger gewesen…
Die Hardware-Highlights auf einen Blick:
- Brillantes Display: Ein 8,8-Zoll-IPS-Touchscreen mit einer ultrabreiten Auflösung von 1920 × 480 Pixeln. Dank einer Helligkeit von 450 Nits und der praktischen Neigefunktion hast du deine Daten immer perfekt im Blick.
- Intuitive Bedienung: Das Display unterstützt 5-Punkt-Multi-Touch. Ergänzt wird dies durch einen multifunktionalen Drehknopf mit RGB-Beleuchtung. Mit diesem „Shuttle-Wheel“ kannst du präzise scrollen, zoomen oder die Lautstärke regeln – und per Knopfdruck Sprachbefehle aktivieren.
- Anschlüsse: Einfach per HDMI für das Bild und USB-C für Strom und Daten verbunden. Es läuft unter Windows und macOS (Linux befindet sich aktuell in der Beta).
Die Magie der KI: Dein persönlicher Assistent
Das Besondere am Quake ist der eingebaute schlaue Helfer. Du musst dich nicht mehr durch komplizierte Einstellungen klicken. Drück einfach den Knopf und sag zum Beispiel: „Erstelle mir eine Taste für Photoshop-Masken.“ Die KI versteht dich und baut dir sofort den passenden Knopf - auch für andere Programme wie Excel, Discord oder Word direkt auf das Display.
Besonders spannend für alle, die viel in Meetings sitzen:
- Echtzeit-Übersetzung: Das Tool transkribiert und übersetzt in 17 Sprachen – ideal für internationale Teams.
- Intelligente Zusammenfassungen: Dank 10 Vorlagen (z. B. für Action-Items) erstellt das Quake strukturierte Protokolle.
- „Absence Recap“: Warst du kurz einen Kaffee holen? Das Gerät fasst dir zusammen, was du in der Zwischenzeit verpasst hast.
- Lokale Sicherheit: Da die Verarbeitung via Edge-Computing direkt auf dem Gerät oder lokal erfolgt, bleiben deine Daten privat und die Reaktion erfolgt ohne spürbare Verzögerung.
Produktivität trifft Smart Home
Für die Gamer und Power-User unter uns fungiert das Quake als echtes Echtzeit-Dashboard. Du kannst CPU-Last, RAM-Verbrauch und Netzwerkgeschwindigkeit überwachen, ohne dein Spiel mit Alt-Tab unterbrechen zu müssen. Es funktioniert ähnlich wie ein Stream Deck, bietet aber durch Overlays für Discord oder OBS noch mehr Tiefe.
Doch damit nicht genug: Über die Home Assistant API wird das Quake zur Steuerzentrale für dein Zuhause. Per Touch oder Stimme regelst du das Licht, die Heizung oder deine Spotify-Playlist. Die „DK Suite“-Software im stylischen Cyberpunk-Look lässt dich zudem eigene Plug-ins und Assistenten erstellen.
Der Hype ist real: Crowdfunding-Status
Die Resonanz auf Kickstarter ist überwältigend: Das ursprüngliche Ziel von 5.000 USD wurde in gerade einmal zwei Stunden erreicht. Mittlerweile hat das Projekt über 72.000 USD eingesammelt.
Erste Tester, die das Gerät bereits in den Händen hielten, loben vor allem die haptische Qualität des Drehreglers und die nützlichen KI-Zusammenfassungen. Ein kleiner Kritikpunkt in den frühen Reviews war der Wunsch nach einem „Wake-Word“ (wie bei Alexa), statt den Knopf halten zu müssen – ein Feature, das softwareseitig noch kommen könnte.
Preise & Versand:
- Early-Bird-Preis: Zwischen 249 USD und 279 USD.
- Späterer Ladenpreis: Ca. 359 USD.
- Lieferung: Geplant ab Mai 2026 weltweit.
Ein kurzer Ausblick
Das Decokee Quake ist ein mutiger Schritt, KI weg vom reinen Bildschirmfenster hin zu einem greifbaren Werkzeug zu machen. Natürlich gibt es bei Crowdfunding-Projekten immer ein gewisses Risiko bezüglich Software-Stabilität und Lieferfristen, aber die ersten Rückmeldungen sind extrem vielversprechend. Für alle, die ihren Arbeitsplatz effizienter und moderner gestalten wollen, ist das Quake ein echtes Luxus-Gadget mit Zukunftspotenzial.
Mich würde es ja schon wieder irgendwie jucken - aber aus (schlechter) Erfahrung bin ich seit 2 Jahren sehr vorsichtig, was solche Kickstarter-Sachen betrifft…
* Interessant wird - gerade was z.B. MacBooks betrifft: Es muss als erweiterter Bildschirm konfiguriert werden. Und was die Anzahl der Bildschirme betrifft, ist man hier ja sowieso schon limitiert…
Quellen: Notebookcheck, YouTube, Kickstarter, decokee
Titelbild wurde mit Hilfe von KI erstellt.
Über den Autor
Ich habe generation i mit ins Leben gerufen, um Technik mit Verstand zu begleiten.
Apple-Fan? Definitiv. Aber immer mit dem kritischen Blick eines Gründers, dem Substanz wichtiger ist als jeder Hype.
Ich sorge für den richtigen Rhythmus zwischen Innovation und echtem Nutzen.
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