So wie ich das verstanden habe, ist das kein Push-Archiv. Das ist einfach die normale Technik dahinter. Jede Push Nachricht läuft über Apples Server. Anders geht es nicht, weil Apps auf dem iPhone nicht ständig im Hintergrund aktiv sind.
Dabei fallen Metadaten an, und wenn man Vorschau in der Push nutzt, auch das, was man da sieht. Je nach App und Einstellung können auch Inhalte betroffen sein, wenn sie nicht (!) Ende-zu-Ende verschlüsselt sind.
Deshalb konnten Behörden mit begründetem Verdacht darauf zugreifen. Nicht weil Apple heimlich ein Archiv führt, sondern weil sie als zentrale Vermittlungsstelle technisch die Daten sehen bzw. verarbeiten. Diese Push-Tokens sind im Prinzip eindeutige Geräte-IDs.
Apple wusste das natürlich. Sie betreiben das System ja selbst. Inzwischen haben sie die Regeln deutlich verschärft, z. B. dass solche Daten nur noch mit richterlichem Beschluss rausgegeben werden.
Komplett verhindern lässt sich das nicht, ohne das ganze Push-System umzubauen. Am Ende ist es wie so oft ein Kompromiss zwischen Komfort und Datenschutz. Man könnte die Vorschau ausschalten, dann würden nur noch Metadaten (die ja auch Facebook (Meta) alle sieht), zu sehen sein, mit dem Unterschied, dass Meta sie einfach sehen kann, Behörden nun für die Push Metadaten einen richterlichen Beschluss brauchen.
So habe ich das Thema zumindest verstanden.
Was ich ganz spannend finde, wenn man den Apple Security & Transparency Bericht liest, den Apple jährlich veröffentlicht. Welche Länder usw. Anfragen stellen, usw.