1. Dashboard
  2. Articles
  3. Forum
  4. Shop
  • Login
  • Register
  • Search
Gedankenwelt
  • Everywhere
  • Gedankenwelt
  • Articles
  • Pages
  • Forum
  • More Options
  1. generation i
  2. Articles
  3. Gedankenwelt

Die Suche nach dem "iPhone-Moment" der KI: Eine Bestandsaufnahme zwischen Hype und Realität

  • Holger
  • January 20, 2026 at 7:21 PM
  • 71 Views
  • 5 Replies

Es ist eine Szene, die wir alle kennen: Der Griff in die Tasche, das Entsperren des Bildschirms, das Suchen nach der richtigen App. Seit fast zwei Jahrzehnten dominiert das Smartphone unseren Alltag. Es ist das Schweizer Taschenmesser der digitalen Ära. Doch wenn man die aktuellen Bewegungen im Silicon Valley genau beobachtet, spürt man eine Unruhe. Die großen Tech-Giganten und ambitionierten Startups sind sich einig: Das Smartphone, so wie wir es kennen, ist ein Auslaufmodell.

Contents [hideshow]
  1. Der teure Friedhof der ersten Versuche
  2. Warum der Markt trotzdem nicht aufgibt
  3. Die Kandidaten für die Nachfolge
    1. Der smarte Stift (OpenAI & Jony Ive)
    2. Smart Glasses (Der Favorit)
    3. Ringe und Armbänder
  4. Die "Rote Königin" und der Zwang zur Anpassung
  5. Kriterien für den Erfolg
  6. Fazit und Ausblick

Die Frage, die uns Mitglieder der „Generation i“ immer wieder beschäftigt, lautet: Was kommt danach? Ein aktueller, sehr umfassender Marktüberblick (basierend auf Analysen von Everlast AI) zeichnet ein detailliertes Bild der post-mobilen Zukunft. Wir haben das Material für dich gesichtet und die wichtigsten Entwicklungen, Fehlschläge und Prognosen zusammengefasst.

Der teure Friedhof der ersten Versuche

Um zu verstehen, wohin die Reise geht, lohnt ein nüchterner Blick auf die Jahre 2024 und 2025. Es war die Phase der ersten "Smartphone-Killer", die mit großen Versprechen starteten und hart landeten.

Erinnern wir uns an den Humane AI Pin. Ein kleines Gerät zum Anstecken, das ohne Display auskommen sollte. Das Unternehmen hatte rund 240 Millionen Dollar Investorengelder eingesammelt. Das Versprechen: Das Ende des Smartphones. Die Realität: Überhitzungsprobleme, Brandgefahr und eine Rückgabequote, die zeitweise die Verkaufszahlen überstieg. Im Februar 2025 wurden die Überreste des einstigen Hype-Startups für nur 116 Millionen Dollar von HP aufgekauft – ein finanzielles Desaster.

Ähnlich erging es dem Rabbit R1. Für 199 Dollar sollte er per Sprachsteuerung Apps bedienen. Doch Entwickler fanden schnell heraus, dass es sich im Grunde nur um eine Android-App in einem billigen Plastikgehäuse handelte. Nach wenigen Monaten nutzten nur noch wenige tausend Menschen das Gerät aktiv, auch wenn spätere Updates die Funktionalität Ende 2025 zumindest stabilisierten.

Die Lektion aus diesen Fehlschlägen ist eindeutig: Ein neues Gerät muss mehr können als das Smartphone, nicht weniger. Und es muss funktionieren, ohne dass der Nutzer zum Beta-Tester degradiert wird.

Warum der Markt trotzdem nicht aufgibt

Warum investieren Unternehmen wie Meta, Apple und OpenAI dennoch Milliarden in diese Forschung? Allein Meta hat seit 2020 über 73 Milliarden Dollar in die Reality Labs gesteckt. Der Grund ist simpel: Es geht um die Kontrolle des nächsten großen Computer-Zeitalters.

Der Smartphone-Markt generiert jährlich ca. 600 Milliarden Dollar Umsatz. Wer das Gerät kontrolliert, das das Smartphone ablöst, bestimmt die Spielregeln der nächsten 20 Jahre. Dazu kommt ein technischer Aspekt: Smartphones sind für das "alte Internet" gebaut – für Tippen, Wischen und Apps. Künstliche Intelligenz (KI) entfaltet ihr Potenzial aber erst dann, wenn sie proaktiv handelt und deine Umgebung wahrnimmt, ohne dass du ein Gerät aus der Tasche ziehen musst.

Elon Musk prognostiziert bereits, dass Apps vollständig verschwinden werden. Das Smartphone würde dann nur noch als "Edge Node" fungieren – ein reiner Rechenknecht in der Tasche, während die Interaktion ganz woanders stattfindet.

Die Kandidaten für die Nachfolge

Die Industrie experimentiert derzeit mit verschiedenen Formfaktoren. Hier ein Überblick der vielversprechendsten – und kuriosesten – Konzepte:

1. Der smarte Stift (OpenAI & Jony Ive)

Es halten sich hartnäckige Berichte über eine Kooperation zwischen OpenAI-Chef Sam Altman und der Design-Legende Jony Ive (dem Designer des iPhones). Unter dem Codenamen "Gumdrop" oder ähnlichen Bezeichnungen wird über ein Gerät spekuliert, das weder Brille noch Telefon ist. Neueste Supply-Chain-Leaks aus Taiwan deuten auf einen smarten Stift oder ein tragbares Audio-Gerät hin.

Das Argument: Ein Stift liegt (nach dem Laptop und dem Smartphone) als "drittes Gerät" oft griffbereit auf dem Schreibtisch. Er ist vertraut, unaufdringlich und könnte als Eingabe- und Mikrofon-Tool dienen. Ob ein Stift ohne Display jedoch wirklich zum Alltagsbegleiter taugt, bleibt fraglich – er "sieht" schließlich nicht, was du siehst.

2. Smart Glasses (Der Favorit)

Mark Zuckerberg setzt alles auf die Karte "Brille". Und die Zahlen geben ihm bisher recht. Die Ray-Ban Meta Smartglasses verkauften sich 2024 über zwei Millionen Mal. Warum? Weil sie aussehen wie normale Brillen und nicht wie Technologie-Spielzeug.

Auch Google kehrt 2026 mit Android XR Brillen zurück. Der Vorteil der Brille ist ihre Position: Sie sitzt dort, wo deine Augen sind. Sie kann sehen, was du siehst, und dir Informationen direkt ins Sichtfeld oder ins Ohr spielen.

3. Ringe und Armbänder

Für die diskrete Nutzung gibt es Konzepte wie KI-Ringe (z.B. der "Whisper Ring" oder Modelle von Coreices), die Meetings aufzeichnen und Fragen beantworten. Meta arbeitet an Armbändern, die Nervensignale am Handgelenk messen, um damit andere Geräte fast unsichtbar zu steuern. Der Nachteil hier: Fehlendes visuelles Feedback.

Die "Rote Königin" und der Zwang zur Anpassung

Ein besonders spannender Gedanke in der aktuellen Debatte ist die sogenannte Red-Queen-Hypothese(bekannt aus Alice im Wunderland): "Hierzulande musst du so schnell rennen, wie du kannst, wenn du am gleichen Fleck bleiben willst."

Übersetzt auf die Technik bedeutet das: Vielleicht werden wir diese neuen KI-Geräte gar nicht kaufen, weil wir sie lieben, sondern weil wir sonst abgehängt werden. Wenn Mark Zuckerberg davor warnt, dass Menschen ohne KI-Brille einen "signifikanten kognitiven Nachteil" haben werden, ist das genau dieser Effekt. Unternehmen und Einzelpersonen adaptieren Technologie nicht immer aus Begeisterung, sondern um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Kriterien für den Erfolg

Damit sich ein neues Gerät wirklich durchsetzt, muss es laut der Diffusionstheorie von Everett Rogers fünf Kriterien erfüllen:

  1. Relativer Vorteil: Ist es wirklich besser/einfacher als das Smartphone?
  2. Kompatibilität: Passt es zu meinem bestehenden Leben?
  3. Komplexität: Ist es einfach zu verstehen? (Daran scheiterte der Rabbit R1).
  4. Testbarkeit: Kann ich es ausprobieren?
  5. Beobachtbarkeit: Sehen andere, dass es mir einen Vorteil bringt?

Fazit und Ausblick

Wenn wir die Entwicklungen betrachten, kristallisiert sich ein Szenario heraus: Das Smartphone wird nicht über Nacht verschwinden. Es wird sich verändern. Apps werden in den Hintergrund treten, KI-Agenten werden Aufgaben übernehmen.

Das wahrscheinlichste "neue" Gerät für den Massenmarkt scheint die Smart Glass zu sein, sobald die gesellschaftliche Akzeptanz für Kameras im Gesicht steigt und die Technik unauffällig genug ist. Aber auch eine "Familie von Geräten" ist denkbar – der Ring am Finger, der Stift im Büro, die Brille unterwegs.

Wir befinden uns in einer faszinierenden Zwischenzeit. Die alte Welt ist noch da, die neue ist noch voller Kinderkrankheiten. Aber eines ist sicher: Die Art, wie wir Computer nutzen, steht vor dem größten Umbruch seit 2007. Wir werden das hier auf generation-i.de weiter genau beobachten – skeptisch, aber mit offenem Visier.

Wie stehst du dazu? Würdest du eine KI-Brille tragen, um im Alltag "leistungsfähiger" zu sein, oder ziehst du die Grenze bei Wearables? Diskutier das gerne in einem Thread hier bei uns.

Inspiriert von: Everlast AI


Synthography by me

  • 20. Januar 2026 um 18:53

About the Author

Der Autor dieses Beitrags ist seit Ende des letzten Jahrtausends in der IT-Branche tätig. Er bezeichnet sich selbst als:

Apple-Enthusiast.
Hobbykoch.
„IT-Mokel“.
Nordlicht.

Heimautomation ist seit mehr als zehn Jahren seine Leidenschaft. Apple war es schon immer.

Holger Team
  • Previous Article Zwischen den Threads: KW03 "Der Blick zurück: Wenn Aluminium Geschichten erzählt“… und Gulasch.
  • Next Article Zwischen den Threads: KW04 „Zwischen ‚Breaking News‘ und der großen Stille“.

Replies 5

Andy
January 20, 2026 at 9:07 PM

Das wird wirklich spannend…

Stand jetzt kann ich mir das so ohne Mobiltelefon gar nicht vorstellen. Bildschirm, Haptik…

Das wird spannend. Wie nutzen wir das Forum?

Thorsten
January 21, 2026 at 8:45 AM

Ich mache mir da ehrlich gesagt keinerlei Gedanke drüber, sondern kaufe das, was ICH brauche, und nicht das, von dem andere meinen, dass ich es brauchen müsste.

Mein Wunsch wäre aber, dass ich unterwegs nur noch mit einer Smart Watch auskommen kann. Das ist das einzige Gerät, das ich dauerhaft trage. Eine smarte Brille würde mir nur dann was nützen, wenn ich eh eine Brille zur Korrektur einer Sehschwäche tragen müsste. Ich setze mir so ein Ding doch nicht freiwillig dauerhaft auf die Nase. Vor allen Dingen kann man damit ja nicht einfach mal so ins Wasser. Und auch beim Schlafen trägt man eine Brille doch eher weniger.

Gestern hatte ich sogar mein iPhone im Büro vergessen und die Apple Watch machte mich nach ca. 10 Minuten darauf aufmerksam. Dann fragte ich mich, ob ich wieder zurückgehen soll, um das iPhone zu holen. Ich entschloss mich, es einfach im Büro liegen zu lassen, denn ich hatte ja meine Cellular Watch und zuhause das iPad Pro. Ein Leben ohne Smartphone hätte schon was. Wenn Apple nur die Apple Watch nicht so kastrieren würde.

Johi
January 21, 2026 at 10:23 PM

Für mich ist das iPhone das absolut wichtigste Gerät.

Ich könnte privat auf alle anderen Geräte verzichten aber nicht auf das iPhone.

Geräte ein Gerät ohne Display kann mich gar nicht überzeugen. Da fällt so viel weg wofür ich mein iPhone nutze.

Das selbe mit einer Smartwatch. Eine schöne Ergänzung zum iPhone mehr aber auch nicht.

Dan
January 21, 2026 at 10:29 PM

Sehe ich ganz genau so.

sschuste
January 22, 2026 at 5:55 PM

Ich finde, das hängt doch stark davon ab, für welches Problem man eine Lösung sucht. Und eins ist sicher: jeder sucht für ein anderes Problem eine Lösung.

Wenn ich meine Aufgaben so sehe, dann mache ich daheim das meiste auf meinem Mac mini. Das iPhone brauche ich eher unterwegs, für Einkaufslisten, Google, WhatsApp und als Uhr. Ich hab noch ein iPad 1 von 2010, das ich nicht verwende. Uhren habe ich den größten Teil meines Lebens nicht getragen, also habe ich nie eine Watch gekauft.

KI könnte mir bei meinem Smarthome helfen. Smarthome brauche ich weder auf meinem Mac noch auf meinem iPhone, auch nicht in einem Stift, Ring oder Brille. Ich brauch eigentlich überhaupt kein Smarthome. Meine Wohnung braucht das. Soll die sich die Brille aufsetzen. Soll die doch selber die geeignete Umgebung für mich schaffen. Zwar habe ich einst voller Stolz und Freude Opas Lichtschalter von der Wand auf mein iPhone transferiert, aber was ist daran eigentlich smart?

Daheim will ich mit meiner Wohnung reden. Ich bin Single, da redet ja sonst keiner mit mir. Zu besprechen wären die Lebensmitteleinkäufe, Termine oder die Frage, warum mich die andauernde Ausdehnung des Universums nicht schwindelig macht. Alle diese Aufgaben wandern von den Devices weg in die Wohnung.

Unterwegs wäre die Brille gut, zumindest solange, bis man das Zeugs direkt in meinen Körper einbauen kann. Unterwegs brauche ich Navigation, fernmündliche oder -schriftliche Kommunikation und natürlich - die Einkaufslisten. Dass mich meine Wohnung zum Einkaufen schickt, mag zwar merkwürdig anmuten, aber es unterscheidet sich dann am Ende auch nicht so sehr von der Realität meiner verheirateten Freunde. Wie dem auch sei: auch hier würde ich viel mit der Stimme machen wollen.

Bleibt mein Hobby: das Musizieren. Das nehme ich gelegentlich auf und dazu kann ich mir nichts Besseres vorstellen als Sprachsteuerung allein. Natürlich brauch ich noch die Musiker-Hardware wie Instrumente, Mikrofone und ein Interface zum Rechner. Mehr brauche ich da nicht, keine Bildschirme, Mäuse oder Tastaturen Und das mache ich nie unterwegs, sondern immer in meinem Wohnzimmer. Natürlich wäre auch eine Fahrt mit der Deutschen Bahn dazu geeignet, weil sie einem ganz unverhofft Extrazeit zum Aufnehmen verschaffen kann, aber da besteht die Gefahr, dass irgendein Hansel den Basspart von "Atemlos durch die Nacht" von mir hören will, also lass ich das. Das bleibt eine Aufgabe für daheim (ok, dort besteht die Gefahr, dass mich meine Wohnung zum Einkaufen schickt).

Ich brauche überall KI und Sprache in meinen Geräten, aber ich brauche nicht überall alle Möglichkeiten.

Join the discussion!

Categories

  1. Writecast 2
  2. Café 2
  3. Gerüchte 5
  4. Apple TV / tvOS 1
  5. HomeKit Hardware 2
  6. Home Bridge 0
  7. Home Assistant 2
  8. iCloud 0
  9. Mac-Hardware 5
  10. macOS 0
  11. iPad 1
  12. iPadOS 0
  13. iPhone 0
  14. iOS 0
  15. Gedankenwelt 11
  16. News 26
  17. Sonstige News 1
  18. News über Apple 3
  19. Reset Filter
Discussion Thread 5 replies, last: January 22, 2026 at 5:55 PM
  1. generation i
  2. Articles
  3. Gedankenwelt
  1. Forenregeln
  2. Privacy Policy
  3. Contact
  4. Legal Notice
  5. Credits
Powered by WoltLab Suite™ 6.1.16